Ecommerce Europe fordert Liberalisierung des europäischen Online-Handels

Veröffentlicht: 13.02.2015 | Geschrieben von: Giuseppe Paletta | Letzte Aktualisierung: 13.02.2015

Auf dem Weg zu einem europäischen Binnenmarkt für den Online-Handel müssen noch einige Herausforderungen gemeistert werden. Ecommerce Europe hat sich gemeinsam mit dem Händlerbund bei der EU-Kommission dafür stark gemacht.

Für den Online-Handel bei der EU-Kommission.
© Symbiot via Shutterstock

Der europäische E-Commerce-Verband Ecommerce Europe hat die Europäische Kommission angehalten, einen europäischen Binnenmarkt für den Online-Handel zu schaffen und die Barrieren zwischen den einzelnen Ländern sukzessive zu lockern. Ecommerce Europe-Präsident François Momboisse stellte den Abgeordneten in Brüssel die aktuellen Hindernisse für einen internationalen Online-Handel vor. Der Händlerbund vertritt für Ecommerce Europe die Interessen der deutschen Online-Händler.

Online-Händler müssten selbst wählen können, in welche EU-Länder sie liefern

Es gibt auf dem Weg zu einem europäischen Binnenmarkt für den Online-Handel noch einige Herausforderungen zu meistern. So sei zum Beispiel die aktuelle europäische Regelung, dass Online-Shops bei der Internationalisierung grundsätzlich in alle europäische Länder liefern müssten, für viele Online-Händler nicht tragbar. Online-Händler müssten künftig die Chance haben, selbst auszusuchen, in welche EU-Länder sie ihre Produkte exportieren und in welche nicht, so eine Forderung von Präsident François Momboisse in Brüssel.

Laut EU-Recht dürfen Online-Händler keine Kunden wegen ihrer Herkunft oder Residenz diskriminieren. Unabhängig davon aber dürfen Kunden ungleich behandelt werden, wenn Online-Händler hierfür objektive Gründe angeben können. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn es für einen Online-Händler in einem bestimmten EU-Land zu teuer ist, seine Waren zu verkaufen, weil er zu hohe Kosten hat, um die Rechtsforderungen des Landes an Online-Händler einzuhalten. E-Commerce-Europe fordert von der EU, dass diese Ausnahmeregeln auch weiterhin anerkannt werden.

EU möchte die Rechtssprechung für Online-Händler deutlicher gestalten

Die EU-Kommission hat im Rahmen der Sitzung mit Präsident François Momboisse und anderen Mitgliedern aus dem E-Commerce zugestimmt, dass man die betreffende Nicht-Diskriminierungs-Rechtsprechung für den europäischen Online-Handel überarbeiten wolle, weil sie auch ihrer Meinung nach, noch nicht klar genug formuliert sei.

Als generelles Ziel hat sich die EU vorgenommen, den internationalen und grenzüberschreitenden Online-Handle zu fördern und weiter auszubauen.

E-Commerce Europa und der Händlerbund werden weiter an den aktuellen Entwicklungen des Online-Handels in Europa mitarbeiten.

 

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