Der frühe Vogel

Elon Musk steht wegen Tesla-Tweets vor Gericht

Veröffentlicht: 18.01.2023 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 18.01.2023
Elon Musk, Geld und Twitter

Tesla-Chef Elon Musk muss sich in San Francisco vor Gericht verantworten: Der Milliardär soll mit irreführenden Tweets den Aktienkurs des Autobauers beeinflusst haben, so der Vorwurf. Nun hat das Zivilverfahren gegen Musk vor einem Bundesgericht begonnen, berichtet die Zeit. Im Mittelpunkt des Prozesses steht dabei ein Tweet von Musk, in dem er angekündigt hatte, Tesla von der Börse nehmen zu wollen. Die Finanzierung dafür sei gesichert, schrieb Musk im August 2018. 

Dieser Tweet löste große Kursschwankungen der Tesla-Aktie aus. Musk machte später allerdings einen Rückzieher – die Finanzierung sei keinesfalls gesichert. Investoren werfen Musk mit diesen Aussagen „künstliche Manipulation“ des Preises der Tesla-Aktie vor. Das Ziel des Milliardärs sei es gewesen, allen Investoren zu schaden, die auf einen sinkenden Aktienkurs gewettet hatten. Es folgte eine Klage der Investoren gegen den Unternehmer.

Der Antrag von Musks Anwälten, den Prozess nach Texas zu verlegen, wurde vom Bundesrichter Edward Chen abgelehnt. Musks Team hatte argumentiert, dass die öffentliche Meinung in San Francisco gegen den Tesla-Chef gerichtet sei. Deshalb könne Musk in der Stadt keinen fairen Prozess vor einer Jury erwarten. Chen hielt dagegen, dass eine unparteiische Jury durchaus aufgestellt werden könne. 

Die Geschworenen müssen entscheiden, ob Musks Aussagen den Anlegern Schaden zugefügt haben und ob Musk bewusst Falschaussagen gemacht hatte. Der Prozess ist auf drei Wochen angesetzt. Auch der Tesla-Chef soll selbst als Zeuge aussagen.

Scholz sieht keine Rezessionsgefahr in Deutschland

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) rechnet damit, dass die deutsche Wirtschaft die Krise besser als gedacht überstehen wird. Er sei „absolut überzeugt“, dass es keine Rezession im laufenden Jahr geben wird. Das habe Scholz dem Spiegel zufolge gegenüber Bloomberg bekräftigt. Niemand habe erwartet, dass Deutschland ohne größere Brüche auf russisches Gas verzichten könnte – das sei aber gelungen. 

Finanzexperten teilen die Meinung des Bundeskanzlers: Das Stimmungsbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg zuletzt im Vergleich zum Vormonat um 40,2 Punkte auf 16,9, berichtet der Spiegel. Zum ersten Mal seit Kriegsbeginn im Februar 2022 liegt der Indikator damit im positiven Bereich. 

Microsoft soll Massenentlassungen planen

Fünf Prozent seiner Belegschaft will Microsoft einem Medienbericht zufolge offenbar entlassen. Das entspräche rund 11.000 Arbeitsplätzen, wie Sky News dem Handelsblatt zufolge berichtete. Der Sender berief sich dabei auf Insiderinformationen. Bloomberg habe ebenfalls aufgrund von Insiderinformationen von geplanten Stellenstreichungen bei dem Software-Konzern berichtet, nannte aber keine konkreten Zahlen.

Microsoft hatte sich zunächst nicht zu den Berichten geäußert. Das Unternehmen will seine Quartalszahlen am 24. Januar veröffentlichen. Dass die Tech-Branche aktuell unter der Inflation und schwierigen Wirtschaftslage leidet, ist kein Geheimnis: Auch andere Konzerne wie Amazon und Meta haben bereits Massenentlassungen und Sparmaßnahmen angekündigt oder bereits umgesetzt.

Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in unseren Multimedia-Formaten, dem OHN Podcast und unseren YouTube-Videos.

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