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Markenverletzung: Daimler reicht Klage gegen Amazon ein

Veröffentlicht: 14.04.2016 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 18.04.2016

Amazon hat schon wieder juristischen Ärger am Hals. Dem Konzern wird vorgeworfen, verschiedene Rechte von Daimler verletzt zu haben. In einer Klage, die der Automobilhersteller nun eingereicht hat, ist von Marken-, Patent- und weiteren Rechtsverletzungen die Rede.

(Bildquelle Rad: Jarhe Photography via Shutterstock)

Die Daimler AG hat Klage gegen Amazon eingereicht. Der Automobilhersteller wirft dem US-Konzern unter anderem vor, Marken- und Patentrechte verletzt, irreführende Werbung durchgeführt und unlauteren Wettbewerb betrieben zu haben. Dabei soll Amazon Nachbildungen von Mercedes-Rädern verkauft haben, die nicht von Daimler autorisiert wurden. Wie Ecommerce Bytes berichtet, sei der Fall deshalb so brisant, weil Amazon diese unautorisierten Räder nicht nur auf seinem Marktplatz verfügbar gemacht, sondern sie selbst verkauft haben soll.

Amazon selbst soll nachgebildete Räder vertrieben haben

In der Beschwerde, die Daimler vor wenigen Tagen eingereicht hat, heißt es, dass die Daimler AG Testkäufe durchgeführt hat. Dabei stieß man auch auf Nachbildungen hauseigener Räder, die unter dem Markennamen Daimler von Amazon beworben, verkauft und versandt wurden.

„Alle bei Amazon gekauften Autoräder wurden überprüft, um zu bestätigen, dass es sich dabei um unechte Produkte handelt, die nicht von Daimler […] hergestellt oder autorisiert wurden. Die Prüfung der gekauften Artikel hat bestätigt, dass die von Amazon angebotenen Produkte in der Tat nicht von Daimler autorisiert oder von Daimler hergestellt waren“, heißt es vonseiten des Automobilherstellers.

Im Online-Handel kommt es grundsätzlich immer wieder zu Problemen mit Plagiaten. Auch auf dem Amazon-Marktplatz – genau wie auf anderen digitalen Plattformen – soll es in der Vergangenheit immer wieder zu Fällen von Marken- und Patentrechtsverletzungen gekommen sein. Doch dass Amazon selbst unautorisierte Repliken verkaufen soll, dürfte den ein oder anderen doch überraschen. Für Markeninhaber sind solche Vorfälle meist nicht nur ärgerlich, sondern auch geschäftsschädigend, sodass viele von ihnen auch die gerichtlichen Wege nicht scheuen.

 

Hinweis: In einer früheren Version berichteten wir, dass Amazon Nachbildungen von Daimler-Reifen verkaufte. Es handelte sich jedoch um Räder. Der Text wurde entsprechend geändert.

Kommentare  

#1 ORlo 2016-04-18 08:31
Das ist nun wirklich keine Neuheit. Schon im April 2015 hat Heise aufgedeckt, dass fast ausschließlich Replikat verkauft werden. Damals ging es um Handyakkus.

Besser einen hochwertiges richtig deklariertes Linzenzprodukt kaufen als ein wahrscheinlich gefälschtes Original.

(Quelle: http://www.heise.de/ct/ausgabe/2015-10-Amazon-verkauft-nachgebaute-Akkus-als-Originalware-2604617.html )
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