Click & Collect: Ikea baut Omnichannel-Ausrichtung in China aus

Veröffentlicht: 23.05.2016 | Geschrieben von: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 23.05.2016

Auch in China will sich Ikea im Bereich Omnichannel etablieren. Kunden sollen bald die Möglichkeit erhalten, per Click & Collect zu shoppen. Dies wird vorerst in der Großstadt Wenzhou getestet. Eine landesweite Expansion ist jedoch bei den hohen Umsätzen in China durchaus wahrscheinlich.

Ikea-Store in China

testing / Shutterstock.com

Der schwedische Möbelhändler Ikea hat in diesem Jahr bereits mehrmals betont, sich zukünftig auch verstärkt auf den Online-Handel zu fokussieren. Heiko Klauer, Marketing Manager bei Ikea, bezeichnete in einem Interview den Omnichannel als „Neuland, das wir betreten“, sowie als „Gesamtverantwortung im Unternehmen. Es ist keine Funktion, sondern eine Einstellung.“

Wie ernst Ikea diese Aussagen meint, wird nun durch eine weitere Ankündigung deutlich: Laut Internet Retailer dürfen sich auch chinesische Kunden über die neue Omnichannel-Ausrichtung freuen. Diese haben noch im Laufe des aktuellen Jahres die Möglichkeit, online ihre gewünschten Produkte zu bestellen und dann im stationären Laden abzuholen.

Ikea-Umsatz in China: 1,6 Milliarden US-Dollar

Ikea selbst nennt dieses System „pickup and order point“ – kurz: „PUP“. Die Besonderheit besteht darin, dass der Laden kleiner als die vermeintlich normalen Ikea-Stores ist. Die Variante in Wenzhou ist gerade mal rund 2.000 Quadratmeter groß und beherbergt etwa 2.500 Produkte. Außerdem befinden sich die PUP-Stores, die in anderen Ländern wie Großbritannien, Kanada und auch Deutschland bereits etabliert wurden, inmitten der Städte. Die größeren Ikea-Stores dagegen sind meistens am Rand der Stadt beziehungsweise in Vororten zu finden.

1998 ist Ikea in China an den Start gegangen und hat bisher vergleichsweise wenige stationäre Läden dort. Zu den bisherigen 19 sollen jedes Jahr drei weitere hinzukommen. Das dürfte sich auch durchaus für den Möbelhändler lohnen, denn im letzten Geschäftsjahr wuchs der Umsatz um 18 Prozent auf 1,6 Milliarden US-Dollar.

Das Click & Collect-System wird zunächst in Wenzhou getestet. Sollte dies jedoch positiv von den Kunden aufgenommen werden, sollen weitere Städte relativ zeitnah hinzukommen.

 

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