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Spenden für gemeinnützige Zwecke: PayPal soll sich an Händlerkonten bedient haben

Veröffentlicht: 27.06.2016 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 27.06.2016

PayPal soll in den USA durch das „Giving Works“-Programm von Ebay Spenden an diverse Wohltätigkeitsvereine durchgeführt haben. Das Geld dafür stammt Medienberichten zufolge direkt aus den PayPal-Konten einiger Ebay-Händler – ohne zuvor deren Einwilligung eingeholt zu haben.

 Geld aus der Tasche klauen

(Bildquelle Diebstahl: Paul Michael Hughes via Shutterstock)

PayPal hat sich offenbar an den Konten einiger US-amerikanischer Ebay-Händler bedient, um Geld für wohltätige Zwecke zu spenden. Die Spenden wurden demnach über das Giving Works-Programm von Ebay durchgeführt. Heikel ist allerdings, dass weder PayPal noch Ebay die Händler zuvor um Erlaubnis oder Einwilligung gebeten, sondern das Geld selbstständig von den PayPal-Konten der Händler abgebucht haben. „Ebay nimmt immer mehr Geld aus meinem PayPal-Konto für irgendeine Spende. Das ist heute schon fünfmal passiert. Was zur Hölle?“, schreibt beispielsweise Nick Curran auf Twitter.

Andere Twitter-Nutzer bestätigen die plötzlichen Abbuchungen. Nick Curran „spendete“ demnach rund zwei US-Dollar pro Abbuchung. Andere Nutzer deuten aber an, dass auch weit größere Beträge abgebucht werden. Nach Angaben von EcommerceBytes spricht Ebay von einem technischen Fehler und betont, dass es sich nicht um eine Sicherheitslücke handelt.

Ebay spricht von einem technischen Fehler

„Wir untersuchen das Problem, das gestern für eine kleine Zahl unserer Kunden entstanden ist“, habe Ebay-Sprecher Ryan Moore dem Blog erklärt. „Wir arbeiten daran, schnelle Rückerstattungen für die Betroffenen durchzuführen und werden auch mit ihnen in Kontakt treten.

Trotz der Versicherung von Moore, dass es sich bei dem aktuellen Fall um einen technischen Fehler handelt und kein Sicherheitsleck vorliegt, ging Ebay nicht näher darauf ein, was für ein technischer Fehler dazu führen konnte, dass PayPal eigenständige Abhebungen bei seinen Nutzerkonten durchführt. PayPal habe auf die Anfragen von EcommerceBytes nicht reagiert.

Auch der Kundenservice von beiden Unternehmen schien sich des Problems nicht bewusst zu sein: Mehrere Händler berichteten, dass sie bei der Nachfrage keine zufriedenstellende Antwort erhalten hätten. In einem Fall sei der zuständige Mitarbeiter sogar der Meinung gewesen, dass das Konto des Händlers gehackt worden sein muss. Das sei allerdings nicht der Fall gewesen. In anderen Fällen konnte PayPal offenbar nicht versichern, dass das Problem behoben ist und nie wieder vorkommt.

Kommentare  

#1 Wolfgang 2016-06-27 09:40
naja, wir in Deutschland haben ja jetzt "paydirekt" der Banken und Sparkassen.
Leider nicht für ebay. Außerdem ist jenes für uns Händler "in der Summe" je Transaktion wesentlich teurer und auch komplizierter als PayPal. Leider lassen die Verantwortliche n nicht darüber mit sich reden- habe es mit meiner Sparkasse (HH) versucht.
Die sachlichen Auskünfte sind nicht qualifiziert ( man könnte auch sagen, "keiner weiss was los ist"). Also bleiben wir bei PayPal. Schade
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