Teilen Teilen Kommentare Drucken

Yahoo-Hack: 2013 waren alle drei Milliarden Konten betroffen

Veröffentlicht: 04.10.2017 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 04.10.2017

Yahoo hat in einer Mitteilung bestätigt, dass beim Hack im Jahr 2013 nicht eine Milliarde, sondern alle drei Milliarden Nutzerkonten betroffen waren.

Yahoo

© dennizn / Shutterstock.com

Die Marke Yahoo ist mittlerweile im Unternehmen Oath aufgegangen, doch die Vergangenheit lässt das Unternehmen nicht ruhen: Am gestrigen Dienstag wurde in einer Mitteilung bekanntgegeben, dass der große Hack im August 2013 nicht wie bisher angenommen eine Milliarde Nutzerkonten betraf, sondern wahrscheinlich alle drei Milliarden, inklusive Accounts von anderen Services des Unternehmens wie etwa Flickr. Bei der Integration von AOL und Yahoo in Oath seien dafür neue Beweise aufgetaucht, so TechCrunch.

Persönliche Daten ja, Bankdaten nein

Yahoo gibt an, dass es sich bei den gestohlenen Nutzerdaten u.a. um Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, gehashte Passwörter und in einigen Fällen um Sicherheitsfragen und –antworten handelt. Nicht betroffen seien Passwörter im Klartext, Kreditkartendaten oder Bankkonto-Informationen. Yahoo empfiehlt aktuellen und ehemaligen Nutzern der Unternehmen die üblichen Schritte: Passwörter und Sicherheitsfragen ändern, Konten überprüfen und keine ominösen Links anklicken.

2016 sicherte Yahoo nach eigenen Angaben alle Accounts, die damals als gehackt identifiziert werden konnten. Angesichts des Ausmaßes, das nun deutlich wird, wurden also nur etwa ein Drittel der Nutzerkonten geschützt. Yahoo-Mutter Verizon arbeite weiterhin eng mit den Behörden zusammen, um die Sache schnellstmöglich zu den Akten legen zu können.

Verizon profitierte beim Kauf von Yahoo noch von den wiederholten Hacker-Angriffen, da sie den Preis des Unternehmens erheblich nach unten drückten. Nun arbeite man „proaktiv daran, die Sicherheit unserer Nutzer und Netzwerke in einer wachsenden Landschaft von Online-Bedrohungen zu schützen“, so Chandra McMahon, Chief Information Security Officer, Verizon, in der Mitteilung des Unternehmens.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Christoph Pech

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.