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Vodafone und Mango wollen smarte Umkleiden in die Stores bringen

Veröffentlicht: 20.02.2018 | Autor: Anna Chumachenko | Letzte Aktualisierung: 20.02.2018

Die Modekette Mango arbeitet gerade gemeinsam mit Vodafone an einem neuen Programm, um digitale Umkleidekabinen weltweit in seinen wichtigsten Läden zu installieren.

Digitaler Spiegel im Geschäft
© Jogotech.com

In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Jogotech hat Vodafone eine smarte Umkleidekabine nach speziellen Designwünschen von Mango entwickelt. Das meldet der Mobilfunkriese in seiner Pressemitteilung. Für die Modemarke ist es eine weitere Phase des digitalen Transformationsprojekts in der Modewelt.

Ein Einkaufserlebnis der neuen Art

„Dieses Projekt soll dabei helfen, Mango seinen modebewussten Kunden näherzubringen und ihnen beim Einkauf mehr Möglichkeiten und Erfahrungen zu bieten als ein herkömmlicher Umkleidebereich”, erklärt Stefano Gastaut, Vodafone Director Internet of Things.

Die Umkleide ist rund um einen digitalen Spiegel aufgebaut. Bei der Anprobe können Kunden dort direkt auf dem interaktiven Spiegelbildschirm die Etiketten der mitgenommenen Artikel scannen und andere Größen oder Farben beim Ladenpersonal anfragen. Gleichzeitig bietet der digitale Spiegel Vorschläge, wie man das ausgewählte Teil mit anderen Kleidungsstücken oder Accessoires am besten kombinieren kann. Mango will die Technik zunächst in seinen Flagship-Geschäften, unter anderem in New York und Barcelona, einführen.

Mango zielt auf die digitale Transformation

„Wir sehen die Zukunft des Handels als eine Mischung aus online und offline. Diese neuen Umkleidekabinen sind ein weiterer Schritt in der digitalen Transformation unserer Geschäfte, um unseren Kunden eine ganz neue Erfahrung zu bieten“, sagt Guillermo Corominas, Mango Chief Client Officer.

Schon vor einem Jahr hat Mango in Madrid ein innovatives Ladenkonzept gestartet, bei dem der Store in der spanischen Hauptstadt mit modernen Technologien ausgestattet wurde. Dank eines intelligenten Scan-Systems können Kunden über einen Bildschirm in der Kabine bei dem Personal Kleidungsstücke beispielsweise in einer anderen Größe bestellen. Die Berater bekommen die Anfragen via Smartwatch. Außerdem können Kunden etwa mit der PayGo-Zahlungsart die Rechnung begleichen und mit der Shazam-App-Funktion per Smartphone die Musik auswählen, die im Geschäft laufen soll.

52 Prozent der Online-Einkäufe von Mango via mobile Geräte und Tablets

Mit dem technologischen Fortschritt erfüllt der Modekonzern die Wünsche des modernen und technikaffinen Kunden. Nach eigenen Angaben gewinnen mobile Endgeräte bei Mango immer stärker an Bedeutung. Im Jahr 2017 stellten die via mobile Geräte oder Tablets durchgeführten Einkäufe 52 Prozent der gesamten Online-Verkäufe der Modemarke dar. Darüber hinaus besuchten 70 Prozent der Kunden die digitalen Medien von Mango über ihre mobilen Geräte.

Laut der E-Commerce Direktorin von Mango, Elena Carasso, „haben die Kunden die Unsicherheit verloren, ihre Einkäufe über mobile Endgeräte zu erledigen, was dazu führen wird, dass der Mobile Commerce in den nächsten Jahren ansteigen wird.“ Im Jahre 2020 soll der E-Commerce-Kanal 20 Prozent des Gesamtumsatzes einnehmen.

Hunkemöller Sport-Store HKMX
© Hunkemöller

Digitale Beratungstools in der Modewelt

Zur Gewinnung von neuen Kunden und der Beziehungspflege zur bestehenden Klientel ist Mango natürlich nicht die einzige Modemarke, die Schritt mit der Digitalisierung halten will. Erst vor Kurzem berichtete der Location Insider über den HKMX-Store, einem losgelösten Sport-Konzept von Hunkemöller in den Städten Berlin, Hamburg, München und Bochum. Dabei setzt der auf Lingerie spezialisierte Filialist ebenfalls auf digitale Beratungstools, genauer auf den sogenannten „Sport Bra Finder“ mit interaktivem Touchscreen, während das Beratungspersonal mit transportablen POS ausgestattet ist.

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