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Ebays Gewinne brechen ein, PayPal triumphiert

Veröffentlicht: 26.04.2018 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 26.04.2018

Ebay und PayPal haben ihre Zahlen für das erste Quartal 2018 herausgegeben. Während der Zahlungsdienstleister PayPal die Korken knallen lassen darf, sieht sich der Online-Marktplatz Ebay einem massiven Gewinnrückgang ausgesetzt. Wir fassen die Bilanzen zusammen.

Mann zählt Geld
© lovelyday12 / Shutterstock.com

Ebay kämpft mit einem verzerrten Vergleich

An den aktuellen Quartalszahlen von Ebay haben die Anleger augenscheinlich nur wenig Freude. Und das, obwohl die Bilanz eigentlich gar nicht so schlecht ist: Ein Blick auf die Umsätze zeigt, dass Ebay bei den Erlösen ein deutliches Wachstum um zwölf Prozent erreichte und damit einen Wert von 2,58 Milliarden Dollar in Q1 verzeichnete. Wie die Telebörse berichtet, hatten die Analysten jedoch die Messlatte höher gelegt.

Die Gewinne mussten zudem einen deutlichen Rückgang verzeichnen: Sie brachen im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um ganze 60 Prozent ein. Damit steht unterm Strich nur noch ein Plus von 407 Millionen Dollar. Doch an dieser Stelle muss angemerkt werden, dass der direkte Vergleich mit dem ersten Quartal 2017 hinkt, denn damals durfte sich Ebay über eine Steuergutschrift freuen, die die eigentlichen Zahlen verzerrten. „Unter Herausrechnung von Sonderfaktoren stand ein zweiprozentiges Gewinnplus auf 548 Millionen Dollar zu Buche“, schreibt Telebörse weiter.

Für das aktuelle Quartall prognostiziert Ebay einen Umsatz zwischen 2,64 Milliarden und 2,68 Milliarden Dollar. Werte, die hinter denen der Analysten zurückbleiben. Kein Wunder, dass die verhaltenen Aussichten auf die Aktie drückten und diese auf eine nachbörsliche Talfahrt von zwischenzeitlich vier Prozent schickten.

PayPal wächst unaufhaltsam – und überrascht die Analysten

Ganz anders sieht es aktuell beim Zahlungsdienstleister PayPal aus: Die ehemalige Unternehmenstochter von Ebay hat das Jahr mit guten Geschäften eingeläutet. Die Erlöse konnte das Unternehmen um 24 Prozent auf insgesamt 3,7 Milliarden Dollar voranpeitschen. Bei den Gewinnen sah es sogar noch besser aus: Hier verzeichnete PayPal unterm Strich ein Plus von 511 Millionen Dollar (420 Millionen Euro), was einem Wachstum von etwa einem Drittel entspricht.

Rechnet man alle Zahlungen zusammen, die im ersten Quartal 2018 über PayPal abgewickelt wurden, kommt man auf einen Wert von gut 132 Milliarden Dollar. Dies entspricht ebenfalls einem deutlichen Anstieg von fast 32 Prozent. „Ein besonders starkes Wachstum von 52 Prozent auf etwa 49 Milliarden Dollar wurde bei Zahlungen mit Mobilgeräten wie Smartphones oder Tablets verzeichnet“, ist auf Finanzen.net zu lesen. „Auch die vor allem bei jungen Leuten in den USA beliebte Bezahl-App Venmo verbuchte kräftige Zuwächse.“

Insgesamt konnte PayPal mit seiner Bilanz gut punkten, denn nicht einmal die Analysten hatten mit einer so positiven Entwicklung gerechnet. Dies bekam auch die Aktie zu spüren, die von der Bilanz angetrieben nachbörslich um mehr als vier Prozent stieg.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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Kommentare  

#6 Harald 2018-05-15 10:08
132 Milliarden Dollar (tendenz steigend) - hier kann man ruhigen Gewissens davon ausgehen das mindestens 20% davon auf den Schwarzmarkt (oder "Privatkäufe") zurückfallen. Als deutsche / EU- Finanzbehörde würde ich mal 100 Mio in die Hand nehmen und mit breitem Personal massiv auf Paypal einwirken ... Die Steuereinnahmen könnten dadurch auch zusammen mit Paypal steigen ...
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#5 Oejendorfer 2018-04-27 12:14
wieso soll man von ebay weggehen ? Und dann zu amazon wo alles noch viel tütteliger ist und die Arbeitsbedingun gen laufend in der Presse moniert werden.
Mann kann ebay nicht mitamazon vergleichen. Schauen sie sich doch nur mal die unübersichtlich en und vollgeschrieben en Seiten von amazon an. Da sind die Seiten von uns Händlern auf ebay aber super aufgeräumt und aussagekräftige r. Nur diese verdamten Händler aus China machen uns ebay Händlern Probleme. Da ist ebay zu lasch. raus damit !!!
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#4 angelika 2018-04-26 23:02
wir haben unsere sehr schmerzlichen Erfahrungen mit ebay gemacht und kamen an den Rand der Existenz.
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#3 Karl 2018-04-26 21:00
... um dann wohl zu erfahren, dass amazon noch schlechter mit händlern umgeht !!
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#2 Lene 2018-04-26 16:25
Sie scheiben diesen Bericht so als ob es einen kausalen Zusammenhang gibt?
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#1 Hans 2018-04-26 10:31
kein Wunder so wie Ebay mit den Verkäufern umgeht, wandern unheimlich viele ab nach Amazon.
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