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Mode der Zukunft: Alibabas Tmall zeigt virtuelle Kleidung und digitalen Laufsteg

Veröffentlicht: 19.10.2018 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 19.10.2018

In China kann man den Modehandel der Zukunft sehen: Alibabas Online-Shop Tmall arbeitet mit virtuellen Kleidungsstücken, die jetzt auf der Shanghai Fashion Week präsentiert wurden. 

Frau mit VR-Brille
© franz12 / shutterstock.com

Alibabas Online-Shop Tmall zeigte während der gerade beendeten Fashion Week in Shanghai, was virtuell im Modehandel möglich ist, berichtet fashionunited.de. Das Unternehmen präsentierte virtuell Designmuster der chinesischen Modemarken Me&City, Immi, Banxiaoxue und Zhangshuai. Interessierte Kunden konnten dabei die Stücke via Virtual Reality nicht nur sehen, sondern sie sogar ihren individuellen Körpermaßen anpassen und quasi virtuell anprobieren.

Die Nutzer mussten Größe und Gewicht sowie die Maße von Brust, Taille und Hüfte angeben. Dabei konnten sie an dem virtuellen Model auch sehen, wie das Kleidungsstück in Bewegung aussieht und an welchen Stellen es zu eng werden könnte. 

Junge Designer erstellen virtuelle Muster für Tmall

Von der virtuellen Show sollen jedoch nicht nur die Kunden profitieren. Junge chinesische Designer, die sich keine physische Show leisten können, sollen sich so präsentieren, erklärt Anita Lyu, Fashion Vice President von Tmall. Und Tmall will die Software den Modedesignern auch schon in der Entwicklung zur Verfügung stellen. Sobald alle Eigenschaften eines neuen Kleidungsstückes wie zum Beispiel Farbe und Stoff bekannt sind, kann ein virtuelles Abbild erzeugt und den Nutzern präsentiert werden – das Ganze in maximal einer Stunde. 

„Die Werkzeuge werden den Händlern helfen, Zeit und Geld zu sparen und die im Produktentwicklungszyklus anfallenden Kosten um bis zu 80 Prozent zu senken, einschließlich Mustererstellung und Prototyping, Materialbeschaffung und Produktion“, erklärt Tmall im Firmenblog. Alibaba kann so auch leichter testen, wie neue Designs und Muster ankommen und sie dem Markt anpassen. 

Auch auf der Fashion Week analysierte Alibaba schon Trends und Vorlieben: Tmall zeichnete in den Showrooms auf der Messe Fußgänger-Heatmaps auf, die zeigen, welche Marken, Artikel, Kleidungsstile, Farben und Stoffe die meisten Besucher anzogen.

Auf Alibabas Youtube-Kanal kann man einen Einblick von den virtuellen Möglichkeiten auf der Shanghai Fashion Week erhalten:

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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