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Umbau zum Multi-User-Standort

Zalando überlässt Logistiker Fiege den Standort Brieselang

Veröffentlicht: 09.01.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 09.01.2019 | Gelesen: 3018 mal
Logo des Modehändlers Zalando

Seit etwa acht Jahren ist Zalando in Brieselang aktiv: 2011 übernahm der Online-Modehändler vor Ort einen logistischen Standort, an dem mittlerweile rund 1.000 Mitarbeiter arbeiten. Doch in dem 30.000 Quadratmeter großen Zentrum gibt es für Zalando offenkundig keine Zukunft mehr. Wie das Unternehmen nun in einer offiziellen Mitteilung verlauten lässt, wird man den Standort an den familiengeführten Logistikdienstleister Fiege übergeben.

Brieselang: Zalando-Standort wird zum Multi-User-Standort

Der Rückzug von Zalando ist dabei ein Projekt, das bereits in den kommenden Monaten umgesetzt wird: In einem gemeinsamen Zukunftsvertrag haben die Unternehmen vereinbart, dass Fiege bereits ab dem 1. April 2019 zum neuen Betreiber von Brieselang werden soll. Aus dem Zalando-Logistikzentrum soll dann ein Multi-User-Standort werden, an dem die Prozesse für verschiedene Auftraggeber abgewickelt werden. Ganz verlassen wird Zalando den Ort in Brandenburg jedoch nicht, denn auch der Modehändler ist einer dieser Auftraggeber.

„Fiege ist ein sehr erfahrener Logistikanbieter, mit dem wir bereits erfolgreich an anderen Standorten zusammenarbeiten. Daher freuen wir uns, dass wir unsere langjährige Partnerschaft nun am Standort Brieselang weiter vertiefen können“, kommentiert David Schröder, SVP Convenience bei Zalando, die Veränderungen. Fiege selbst zeigt sich mit Blick auf die Möglichkeiten in Brieselang sehr zuversichtlich: „Wir glauben fest an das Potenzial des Standortes und eröffnen mit unserem Konzept eine Zukunft für Brieselang, die es vorher so nicht gegeben hätte“, ergänzt Christoph Mangelmans, Managing Director Fashion & Online Retail bei Fiege.

Brieselang ist zu klein für Zalando

Die Entscheidung, Brieselang als eigenen Standort aufzugeben, dürfte grundsätzlich auf die Größe des Logistikstandortes zurückzuführen sein: Zalando hatte das Versandzentrum in Brieselang im Jahr 2011 als Bestandsimmobilie übernommen. Das Logistikzentrum ist mit einer Fläche von 30.000 Quadratmetern aktuell der kleinste deutsche Standort des Modehändlers. Andere Zentren wie in Mönchengladbach oder Erfurt weisen mit rund 130.000 Quadratmetern eine etwa viermal so große Fläche auf.

„Als schnell wachsendes Unternehmen mit mehr als 25 Millionen Kunden in 17 europäischen Märkten hat Zalando besondere Anforderungen an seine Logistikstandorte. Eine Herausforderung in Brieselang sind die kapazitären Beschränkungen, durch die nur ein vergleichsweise kleiner Teil des Sortiments eingelagert werden kann“, schreibt das Unternehmen weiter. Über die vergangenen Jahre hinweg sei es demnach „zunehmend schwerer geworden, den Standort für unsere Zwecke wirtschaftlich effizient zu betreiben“, so Schröder.

Die rund 1.000 Mitarbeiter in Brieselang sollen am Standort verbleiben. Im Vertrag zwischen Fiege und Zalando sei geregelt, dass sie ab April direkt bei Fiege unterkommen. Darüber hinaus will Zalando den Fiege-Standort Brieselang bis mindestens Mitte 2020 unterstützen und garantiert daher bis zu diesem Zeitpunkt ein gewisses Auftragsvolumen. Bis mindestens Mitte 2024 sollen außerdem weitere Aufträge zugesichert werden.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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