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Kurzmeldung

Rossmann stoppt Lieferung mit Amazon Prime Now

Veröffentlicht: 15.04.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 15.04.2019 | Gelesen: 1368 mal
Rossmann-Schild

Die Drogeriekette Rossmann macht Schluss mit Amazon und wird Amazons Lieferdienst Prime Now nicht mehr nutzen. Das bestätigte der designierte Rossmann-Chef Dirk Roßmann in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Bereits im vergangenen Jahr machte das inoffizielle Aus in der Branche bereits die Runde, wie der Amazon Watchblog damals berichtete.

„Kunden gehen lieber in die Märkte“

Die spezielle Art der ultraschnellen Zustellung nach Bestellung sei von den Kunden nicht nachgefragt worden, erklärte Roßmann. „Die Kunden gehen lieber in die Märkte und wollen keinen Aufpreis zahlen, um sich die Sachen ins Büro liefern zu lassen“. Die Kooperation zwischen Rossmann und Amazon startete im Herbst 2017. Kunden in Berlin konnten sich innerhalb von einer Stunde oder in einem wählbaren Zweistundenfenster unter anderem Haushaltswaren und Kosmetik von Rossmann via Amazon Prime Now liefern lassen.

Wie genau es um die Nachfrage der Rossmann-Produkte via Prime Now stand, kann nur gemutmaßt werden. Genaue Zahlen liegen nicht vor und auch Amazon hat sich zu dem Ende der Kooperation bisher nicht geäußert. Ein Fakt, der jedoch am Aus der Rossmann-Amazon-Kooperation mitgewirkt haben dürfte, ist das relativ dichte Filialnetz deutscher Drogerien: Allein Rossmann betreibt 2.150 Filialen, weitere 110 sollen in diesem Jahr in Deutschland öffnen, heißt es im Geschäftsbericht 2018.

Amazon baut aber auch seit jeher sein Engagement im Bereich Drogerie-Artikel aus und setzt auch hier vermehrt auf Eigenmarken. In diesem Bereich hat das Unternehmen laut Amazon Watch Report bezüglich der Marktanteile noch viel Luft nach oben.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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