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Weihnachtsgeschäft 2019

Täglich bis zu 14 Millionen Pakete erwartet

Veröffentlicht: 07.11.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 07.11.2019
Weihnachtsgeschenke

Mit dem Weihnachtsgeschäft steht die stressigste Zeit des Jahres sowohl für Händler als auch Zusteller kurz bevor. Wie schon in den vergangenen Jahren, werden auch in den kommenden Wochen wieder Konsumenten fleißig über das Internet bestellen und die eh schon riesigen Paketmengen weiter in die Höhe treiben. Laut dem Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) werden in diesem Jahr im Schnitt bis zu 14 Millionen KEP-Sendungen pro Tag erwartet. An Spitzentagen werden die Zusteller im ganzen Bundesgebiet sogar bis zu 19 Millionen Pakete an nur einem Tag befördern.

Zuwachs um sieben bis acht Prozent

Insgesamt rechnet der Bundesverband in den Monaten November und Dezember mit etwa 355 Millionen B2C-Sendungen, was einen Anstieg von sieben bis acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeuten würde. Alleine Hermes rechnet mit rund 85 Millionen Sendungen, welche der Hamburger KEP-Dienstleister in dieser Weihnachtssaison zustellen wird. Die Spitzenzeiten erwartet Hermes Anfang und Mitte Dezember, genauer am 4., 5., 11. und 12. Dezember, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt.

Bis wann sollte ich mein Weihnachtspaket aufgeben?

„In Anbetracht der weiterhin wachsenden Paketmengen in Kombination mit dem steigenden Personalbedarf auf einem nahezu leergefegten Arbeitsmarkt ist das Weihnachtsgeschäft für die gesamte Logistikbranche jedes Jahr eine Herausforderung. Allein in Deutschland werden wir 2019 an Spitzentagen etwa 2,3 Millionen Sendungen zustellen“, erklärt Marco Schlüter, Chief Operations Officer von Hermes Germany. Gleichzeitig gab der Konzern auch die Abgabefristen für eine pünktliche Lieferung bis Heiligabend bekannt: Annahmeschluss für Privatpakete ist der 20. Dezember, für internationale Sendungen ist der 9. Dezember der Stichtag.

Auch der US-Logistiker UPS erwartet neue Rekordzahlen für die kommenden Monate: Am 2. Januar 2020, dem sogenannten „Nationalen Retouren-Tag“, geht der Paketlieferdienst von rund 1,9 Millionen Retouren aus. Allerdings sollten Händler Rücksendungen auch schon von den Feiertagen einplanen, so der Ratschlag von UPS. „Wenn sich die Einzelhändler auf die arbeitsreiche Weihnachtszeit vorbereiten, sollten sie die Retouren auf jeden Fall in ihre Geschäftspläne einbeziehen“, sagt Kevin Warren, Chief Marketing Officer von UPS auf dem Logistik Watchblog. „Vorbei sind die Zeiten, in denen die Retouren sich nur auf den Januar konzentrierten – die heutigen Verbraucher werden die ganze Saison über Pakete an die Händler zurückschicken.“ 

Tausende Saisonarbeiter für die Versandspitzen 

Damit alle Pakete auch pünktlich zum Fest untern Baum liegen, werden sich die KEP-Dienstleister auch in diesem Jahr wieder mit Tausenden zusätzlichen Arbeitskräften verstärken. Die Deutsche Post DHL Group will rund 10.000 Aushilfen für das Weihnachtsgeschäft einstellen, bei Hermes sind es 6.500, GLS plant mit 3.000 Saisonarbeitern und UPS wird weltweit sogar 100.000 Aushilfen einstellen.

Durch den höheren Personalbedarf steigen natürlich auch die Kosten, welche sich unmittelbar auch auf die Kunden auswirken. Bereits vor einigen Tagen wurde bekannt, dass viele Paketdienste rund um die Weihnachtstage wieder Zuschläge verlangen werden. Bei Hermes werden diese Aufschläge individuell mit den Geschäftskunden verhandelt und gelten vom 1. November bis 31. Dezember 2019. Ausführlichere Informationen dazu haben wir an dieser Stelle zusammengestellt. 

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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Kommentare  

#1 DJ 2019-11-08 08:58
"Durch den höheren Personalbedarf steigen natürlich auch die Kosten, welche sich unmittelbar auch auf die Kunden auswirken."

So ein Schwachsinn, wenn gleichzeitig der Umsatz steigt....das ist doch keine Begründung für die Preiserhöhung.
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