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Transportschäden im Versandhandel – wie vermeiden?

Veröffentlicht: 03.12.2019 | Autor: Gastautor | Letzte Aktualisierung: 03.12.2019
Datenlogger

Während Transporten kann es immer wieder vorkommen, dass das Transportgut Schaden nimmt. Entweder durch Stoß und Schock oder durch Temperatur-, Druck- oder Feuchtigkeits-Schwankungen. Kleine elektronische MSR-Datenlogger können dabei helfen, durch Präventionswirkung Schäden zu vermeiden oder den Schadensverursacher genau zu ermitteln.

Beim sogenannten Verbrauchsgüterkauf durch eine Privatperson trägt stets der Händler das Transportrisiko. Versandhäuser oder online-Verkäufer müssen also beachten, dass sie für die ordnungsgemäße und schadensfreie Zustellung der bestellten Ware verantwortlich sind.

Einerseits ist natürlich die Schadensprävention die beste Methode, um Schäden – und die damit verbundenen teuren Haftungs-Auseinandersetzungen – gar nicht erst entstehen zu lassen. Doch nicht nur Prävention ist wichtig, sondern auch, dass in einem eventuellen Schadensfall eine genaue Beweisführung erfolgen kann, wann der Schaden entstanden ist und dass damit auch klar ist, wer für einen Schaden verantwortlich ist. Streit bezüglich Haftungsfragen kann in diesem Fall dann gar nicht erst aufkommen.

Finanzielle Einbußen verhindern 

Beim E-Commerce erwarten Marktforscher bis zum Ende des Jahres 2021 ein Wachstum auf insgesamt 4,5 Billionen Dollar rund um den Erdball. Dies bedeutet weiterhin eine jährliche Zunahme um jeweils rund 20 Prozent. In Deutschland werden bereits heute rund 60 Milliarden Euro mit online-Bestellungen umgesetzt. Jede dritte Lieferung wird aufgrund von Beschädigungen oder Lieferverzögerungen beanstandet. Zwei Drittel aller auftretenden Schäden sind auf Erschütterungen zurückzuführen. Händler sollten also versuchen, durch entsprechende Untersuchungen festzustellen, welche Verpackungen bei typischen Transporten am besten geeignet sind, die Waren und Güter bestmöglich zu schützen. Derartige Untersuchungen können im Rahmen von präventiven Tests erfolgen, um optimale – also bestmöglich vor Beschädigungen schützende – und dennoch kostengünstige Verpackungskonzepte für den Versandhandel zu entwickeln. Dabei kann man beispielsweise in den zu untersuchenden Verpackungen in denen eine Test-Versandware untergebracht ist, kleine elektronische Datenlogger beifügen, die vor allem Erschütterungen, aber auch andere physikalische Parameter wie z.B. Feuchtigkeit, aufzeichnen. 

MSR-Datenlogger registrieren Schadens-Ereignisse

Da sich zwei Drittel aller Schäden auf Erschütterungen zurückführen lassen, sind die wichtigsten physikalischen Parameter, die man bei einer Versandware überwachen sollte, zuallererst Beschleunigungen, Schockereignisse, Stöße und Vibrationen. Um sie zu dokumentieren, kann man beispielsweise die nur etwa daumengrossen Datenlogger MSR175 des Schweizer Technologieunternehmens MSR Electronics GmbH dem Versandgut mit auf den Weg geben. Die Logger enthalten in ihrem Inneren leistungsfähige Sensoren zusammen mit einer ausgefeilten Speicher- und Auswerte-Elektronik. Die beiden in einem MSR175-Datenlogger integrierten 3-Achsen-Beschleunigungssensoren (±15 g und ±200 g) zeichnen kritische Ereignisse wie Stöße und Schläge mit einer Messrate von bis zu 6‘400 Messungen/s auf. Die Speicherkapazität des Transport-Datenloggers von über 2 Mio. Messwerten reicht zur Aufzeichnung von mind. 1‘000 Schocks aus. Zusätzlich misst und speichert der MSR175 Temperaturverläufe von -20° bis +65 °C. In einer zweiten Typ-Variante ist der Datenlogger zusätzlich mit je einem internen Feuchte-, Druck- und Lichtsensor ausgestattet – was weitere nützliche Transport-Daten liefern kann. 

Nach einem Test-Versandtransport lassen sich die von dem Logger erfassten Messdaten schnell auf einen Rechner übertragen. Für die Analyse und grafische Darstellung sowie zur automatischen Report-Erstellung steht die „MSR ShockViewer“- Auswertesoftware zur Verfügung. Und zum Starten eines Aufzeichnungs-Zyklus dient ein Software-„Dashboard“, das die Konfigurierung des Loggers per PC mit wenigen Maus-Klicks gestattet.

Wenn man also in Betracht zieht, dass Transportschäden nicht nur ärgerlich sind, sondern auch noch erhebliche Folgekosten beispielsweise durch Reklamationen oder Rücksendungen haben können, dann sind derartige Datenlogger eine optimale technische Unterstützung, die vor allem der Optimierung von Verpackungen dienen kann. Diese Logger können aber auch dabei helfen, schadensanfällige Transportunternehmen oder Logistik-Dienstleister ausfindig zu machen. All diese Maßnahmen dienen letztlich der Schadensvermeidung, dem Nachweis ungünstiger Transport- oder Versandmethoden und in Summe damit der Kostenreduzierung.


Wendelin Egli

Über den Autor: Wendelin Egli ist Geschäftsführer der MSR Electronics GmbH. Die Schweizer Technologiefirma ist bekannt für ihre hochintegrierten Datenlogger im Miniaturformat, welche selbst von der NASA zur Überwachung von Transportflügen zur Internationalen Raumstation ISS eingesetzt werden. Erhältlich sind die MSR Datenlogger bei MSR Vertriebspartnern oder im www.datenlogger.shop.

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