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Der frühe Vogel

Neuer Rekord bei Beschwerden über Zustelldienste

Veröffentlicht: 02.01.2020 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 02.01.2020
Stapel Briefe und Pakete

Insgesamt 17.167 Beschwerden über die hiesigen Zustelldienstleister sind im vergangenen Jahr bei der Bundesnetzagentur eingegangen. 2018 lag die Zahl noch bei 12.615, im Jahr davor sogar nur bei 6.100. Der Trend der steigenden Beschwerden über die Post-Dienste reißt also nicht ab, wie Reuters berichtet. Bereits erste Zahlen aus dem vergangenen Jahr deuteten auf ein neues Beschwerdehoch hin. Davon betrafen knapp 55 Prozent den Briefsektor, 34 Prozent entfielen auf den Paketbereich. Verspätete, falsche und gar nicht zugestellte Sendungen galten als der häufigste Beschwerdegrund, aber auch die Tatsache, dass viele Boten erst gar nicht beim Empfänger klingeln und versuchen, die Pakete zuzustellen, wurde oft bemängelt.

Die Deutsche Post hat sich inzwischen zu den Zahlen geäußert. „Die Anzahl der Beschwerden bei der Bundesnetzagentur ist im Verhältnis zur Anzahl der durch unser Unternehmen beförderten Brief- und Paketsendungen sehr gering“, betonte ein Konzernsprecher. Im Vergleich zu den Milliarden Sendungen, die das Bonner Logistikunternehmen im vergangenen Jahr zugestellt hat, liegen die Beschwerden „nicht mal im Promillebereich.“ 

Umstrittener Uber-Gründer geht endgültig von Bord

Travis Kalanick hatte 2009 den Fahrdienstvermittler Uber gegründet, nach mehreren Vorfällen wie dem Vorwurf des sexuellem Missbrauchs und Datenklau musste er Mitte 2017 seinen Posten als Chef allerdings räumen. Nun soll er sich ganz vom US-Konzern losgesagt haben und ist zu Ende des Jahres aus dem Uber-Verwaltungsrat ausgetreten. Nach Informationen von Spiegel Online soll er außerdem 90 Prozent seiner Uber-Anteile verkauft und dabei stolze 2,5 Milliarden Dollar eingenommen haben. Ein Teil des Geldes wird der Unternehmer wohl in sein neues StartUp City Storage Systems stecken, welches weltweit in Immobilien und Großküchen investiert und diese an Essenslieferdienste verleast.

Google verabschieden sich von Steuertrick

Jahrelang konnte der Suchmaschinenriese Milliarden an Steuern sparen, da es durch einen Trick über zehn Jahre lang nur einen einstelligen Prozentsatz an Steuern auf seine außerhalb der USA erzielten Gewinne zahlen musste. Damit ist allerdings nun Schluss. Grund ist die geänderte Rechtslage in Irland, um das Steuerschlupfloch zu schließen. Dies wurde bereits 2014 entschieden, großen Konzernen wie Google und Co. wurde allerdings eine Übergangsfrist bis 2020 eingeräumt. Wie ein Sprecher des US-Konzerns nun laut Heise Online bestätigt hat, werde man das Modell „Double Irish with a Dutch Sandwich“ nicht weiter nutzen. Bei dem Konzept „transferieren Konzerne ihre Gewinne über eine niederländische Unternehmenstochter auf ein in Irland ansässiges weiteres Unternehmen, das wiederum seinen Steuersitz auf den Bermudas hat“, wie Heise Online weiterschreibt. Durch Lizenzabkommen werden Steuern sowohl in den USA als auch Europa vermieden.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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