Kurzmeldung

DHL erhöht Paketpreise für Geschäftskunden

Veröffentlicht: 24.09.2021 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 24.09.2021
DHL Pakete in einem Transporter

Ab dem 1. Januar 2022 werden bei DHL Paket die Preise für Geschäftskunden erhöht. In welchem Umfang die Preiserhöhung stattfinden wird, gibt das Unternehmen noch nicht bekannt, vor allem werden aber offenbar schwere Pakete teurer. Betroffen seien „in besonderem Maße schwere Paketsendungen über 20 Kilogramm, die in der Sortierung und Auslieferung mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden sind“, teilt die Deutsche Post DHL mit. Die Preisanpassungen gelten sowohl für Geschäftskunden mit Listenpreisen (für Kunden mit jährlich bis zu 5.000 verschickten Paketen) als auch für solche mit individuell vereinbarten Konditionen.

DHL will Geschäftskunden noch individuell informieren

Privatkunden sind von der Erhöhung zunächst nicht betroffen. Sie könnten die gestiegenen Preise aber indirekt zu spüren bekommen, sofern Unternehmen die Kosten auf den Versandpreis für die Kunden umlegen. Das nationale und internationale Angebot von DHL-Express ist von den Preiserhöhungen nicht betroffen. DHL-Geschäftskunden sollen noch individuell über die Änderungen informiert werden.

Investitionen und gestiegene Kosten

Begründet werden die kommenden Preiserhöhungen einerseits mit gestiegenen Transport- und Personalkosten, die eine „Anpassung insbesondere auch bei schweren Paketen“ erfordern würden. Und außerdem begründet der Konzern die Anpassung mit Investitionen in zusätzliche Sortierkapazität, nachhaltige Infrastruktur und den weiteren Ausbau digitaler Services. „Zur Finanzierung der umfangreichen Investitionen in allen Bereichen unserer Dienstleistung ist eine Erhöhung der Geschäftskundenpreise erforderlich. Mit diesem Schritt legen wir jetzt den Rahmen für das nächste Jahr, sodass unsere Kunden frühzeitige Planungssicherheit haben“, sagt Ole Nordhoff, Marketingchef bei Post & Paket Deutschland der Deutsche Post DHL Group.

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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Kommentare  

#5 Kein DHL Kunde 2021-10-01 16:42
Bei der Preiserhöung 2020 hat mein DHL Ansprechpartner gesagt, DHL hat hohe Kosten aufgrund der neuen Elektro Fahrzeuge, welche bezahlt werden müssten. Ich habe daraufhin gesagt, ich möchte mir auch ein Elektro Fahrzeug kaufen, können Sie daher die Anpassung streichen? :) Am Ende vom Tag bin ich natürlich kein DHL Kunde mehr.
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#4 Oejendorfer 2021-09-27 18:28
Ja, liebe Freunde
gerade ist die Wahl mal ein paar Stunden vorbei, da kündigt der Mehrheitsstaatsbetieb
Post/DHL Preiserhöhungen an. Ich als Händler finde das gar nicht lustig, denn unsere Endkunden müssen es wieder bezahlen.
Und besser wird der Service von DHL ja auch nicht.

Jaaah wir haben gewählt !
tschüs
wolfgang
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#3 Dirk 2021-09-27 09:43
Man sollte meinen, dass bei einer Aufwärtsskalier ung des Umsatzes auch das Potential für Investitionen steigen würde. Tatsächlich führt DHL aber das "gestiegene Investitionen"- Argument seit Jahren als Grund für Preiserhöhungen an - trotz regelmäßiger Rekordzahlen in punkto Umsatz, Gewinn und Rentabilität.
Ich mache mehr Umsatz, also muss ich die Preise erhöhen ist eine recht verquere Logik...
Irgendwas läuft da doch falsch.

Tatsächlich ist es wohl auch so, dass gerade die Großkunden mit ihrer gnadenlosen Verhandlungsmac ht auch DHL die Preise diktieren. Vor allem Amazon lässt sich da sicher keine gravierenden Steigerungen ansagen.
Gleichzeitig sind es aber gerade die Geschäftsmodell e der Großen mit kostenlosem Hin- und Rückversand bei gleichzeitigen Niedrigpreisen, die für ein Aufblähen der Paketmenge sorgen, und das zu Paket-Preisen, die kaum der Deckung der echten Transüportkoste n von DHL dienen können.

Kompensieren und Bezahlen müssen dies die kleinen und mittelständisch en DHL-Kunden. Dank eher geringem Einzel-Volumen müssen sie ständig höhere Preise akzeptieren - und subventionieren damit auch noch Dumping-Politik der großen Player und ihrer Mitbewerber.
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#2 Andreas 2021-09-27 08:51
Es ist leider immer die selbe alte Leier - der DHL fährt zwar Rekordgewinne ein - erhöht aber trotzdem die Preise. Jedes Jahr aufs neue.

Weitergeben an die Kunden kann man sie aber dann ja doch nicht. Danke DHL, für nichts!
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#1 Frank 2021-09-27 08:21
wieder werden die Kleinen herangezogen um die Gewinnerwartung Nochmal zu steigern.

Als Kaufman hab ich mal gelernt das Investitionen aus gebildeteren Rücklagen getätigt werden, davon hat
DHL wohl genügend. Inzwischen lassen die grossen Konzerne aber den Kunden das Bezahlen, eine Frechheit
die von Politik und Gesellschaft aber gebilligt wird, leider !!

DHL einer der Gewinner der Corona Krise ! da könnte man auch mal sozial sein und die langjährigen Partner entlasten
das ist Deutschland ;-((
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