Münchener StartUp

Schnell-Lieferservice Arive schließt Standorte und entlässt Mitarbeiter

Veröffentlicht: 06.07.2022 | Geschrieben von: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 06.07.2022
Frau öffnet Paket

Der Schnell-Lieferservice Arive, welcher hochpreisige Produkte aus den Bereichen Lifestyle, Fitness, Pflege und Kosmetik anbietet, muss zwei seiner insgesamt fünf deutschen Standorte schließen. Anfang Juni zog das Unternehmen sich demnach aus Düsseldorf und Frankfurt zurück, wie Gründerszene berichtet. In der App sind die Städte zwar noch gelistet, Produkte können aber nicht mehr bestellt werden. Der Service sei allerdings nur temporär eingestellt worden. Zudem handele es sich laut Arive um die kleinsten Märkte. Die Kernmärkte Berlin, München und Hamburg sollen nun im Fokus stehen, Paris werde außerdem als neuer Markt erschlossen.

Mit den Standortschließungen geht auch ein Stellenabbau einher. Arive machte keine genaue Angabe dazu, wie viele Mitarbeiter genau betroffen sind. Laut Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens sei mehreren Angestellten gekündigt worden. Fahrer akquiriert der Schnell-Lieferservice hauptsächlich über Subunternehmen. Insgesamt beschäftigt Arive nach eigenen Angaben 150 Personen. Diese teilen sich auf in Kuriere und Büroangestellte.

Arive legt Fokus auf Profitabilität

Um sich Richtung Break-Even-Point zu bewegen, hat Arive seine App um ein Marktplatzmodell erweitert. In diesem zusätzlichen Konzept liefern Fahrer nicht mehr nur Bestellungen aus den eigenen Warenlagern aus, sondern kooperieren mit Partnershops, wie Concept-Stores, Weinläden und Kosmetikstudios und holen von dort Einkäufe für den Kunden.

Die aktuell angespannte Wirtschaftslage zwingt StartUp-Unternehmen, wie das in München von Linus Fries und Maximilian Reeker vor einem Jahr gegründete Arive, zunehmend zu solch drastischen Maßnahmen. Um weiter am Markt mitwirken zu können, müssen sie sich auf Profitabilität fokussieren und Rechenschaft gegenüber ihren Investoren ablegen.

Das Geschäftsmodell der Schnell-Lieferdienste beansprucht besonders viel Geld, was für Investoren derzeit nicht attraktiv genug ist, um zu investieren. Zu Beginn des Jahres erhielt der Schnell-Lieferservice Arive noch 24 Millionen Euro Kapital.


sandra kirchner

Über die Autorin

Sandra Kirchner absolviert eine Ausbildung zur Kauffrau für E-Commerce und sammelt seit Anfang 2022 ihre Praxiserfahrungen beim Händlerbund. Eine ihrer Stationen im Unternehmen ist dabei die Redaktion von OnlinehändlerNews.

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