Ab 2025

Änderung für Geschäftskunden: Aus Warenpost wird DHL Kleinpaket

Veröffentlicht: 20.06.2024 | Geschrieben von: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 20.06.2024
Paket DHL

Die DHL Group hat jetzt Änderungen beim nationalen Warenversand angekündigt: Ab Januar 2025 wird aus dem Produkt „Warenpost“ das „DHL Kleinpaket“. Ein entsprechendes Schreiben mit der Ankündigung, welches den OnlinehändlerNews ebenfalls vorliegt, wurde an die Geschäftskunden des Logistikers verschickt.

Neben dem Namen wurden zwei weitere wichtige Änderungen bekannt gegeben. Zum einen wird die zulässige Maximalhöhe der Sendungen von 5 auf 8 cm angehoben. Die erlaubten Maße für das DHL Kleinpaket betragen ab dem 1. Januar 2025 dann 25 cm x 35,3 cm x 8 cm, das Höchstgewicht liegt bei einem Kilogramm. Außerdem führt DHL für das Produkt eine „neu inkludierte Haftung bis 20 Euro Warenwert je Sendung“ ein, wie es in der Ankündigung heißt. Als durchschnittliche Laufzeit für die Sendungen gibt der Logistiker zwei Werktage an.

Der internationale Versand mit der Warenpost International bleibt nach Angaben der DHL von diesen Änderungen unberührt.

Gibt es eine Preiserhöhung?

Ob mit der Änderung auch entsprechende Preiserhöhungen einhergehen, ist bislang nicht bekannt. In der Ankündigung an die Geschäftskunden schreibt die DHL lediglich, dass weitere Informationen „im Rahmen der alljährlichen Geschäftskundenkommunikation in der zweiten Jahreshälfte“ verschickt werden. Es ist also durchaus denkbar, dass in diesem Zuge dann auch mögliche neue Tarife und Preiserhöhungen bekannt gegeben werden.  

Update: Auf Nachfrage erklärte der Logistiker allerdings, dass dazu aktuell nichts geplant ist. 

Neben den Geschäftskunden gab es erst Anfang der Woche auch Neuigkeiten für Privatkunden. Bereits ab dem 1. Juli wird die Versandart Bücher- und Warensendung geändert. Das Produkt soll künftig nur noch den Namen Warensendung tragen, zudem gibt es neue Tarifgruppen, sodass Sendungen künftig mit einem Gewicht von bis zu zwei Kilogramm versendet werden können.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Über die Autorin

Corinna Flemming
Corinna Flemming Expertin für: Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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Kommentare  

#3 g.A 2024-07-03 21:14
Ich hatte auf einer anderen Seite meine Erfahrungen geteilt:

Die 20€ Haftung sind in jedem Fall ein großer Mehrwert. Aktuell ist es so, dass DHL bei Verlust anscheinend überhaupt nichts macht. Also auch keine Nachforschung, ob die Sendung eventuell irgendwo noch auftaucht. Oder beim Zusteller nachfragt. DHL lehnt Nachforschungen bei Warenpost pauschal ab mit Hinweis auf die fehlende Haftung.

Das ist ein Freibrief für "verschwundene" Sendungen. Besonders ärgerlich: DHL erstattet aktuell nichtmal die Versandkosten, wenn eine Warenpost verschwindet. Auch wenn die DHL Warenpost sehr viel zuverlässiger ist, als die alte Warenpost, wird die 20€ Haftung sicherlich dazu führen, dass das Ganze etwas ernster genommen wird, womit Verluste reduziert werden dürften. Ich hoffe, dass auch Ausreißer bei der Laufzeit reduziert werden und das Tracking genauer wird, sofern das DHL-Paketnetz genutzt wird. Die Laufzeiten bei der aktuellen Warenpost sind zwar überwiegend gut, aber zumindest nach meiner Erfahrung hängen immer wieder Sendungen tagelang (teils auch länger) in einem Briefzentrum, bevor sie auftauchen und weiterbefördert werden.

Zu hoffen bleibt auch, dass mit dem Kleinpaket die Abrechnungsprax is von DHL Paket übernommen wird. Wenn aktuell eine Warenpost erstellt und nicht bis Tagesabschluss des selben Tages storniert wird, rechnet DHL die Warenpost in jedem Fall ab. Also auch dann, wenn die Warenpost nicht eingeliefert wird (auch eine nachträgliche Erstattung wird abgelehnt - umgekehrt kann es DHL übrigens: Wird eine Warenpost versehentlich storniert und doch eingeliefert, berechnet DHL diese nach).

Ich kann nur mutmaßen, wie viele Händler davon ausgehen, dass keine Abrechnung bei Nichteinlieferu ng erfolgt (wie beim Paket) und seit Jahren für Sendungen zahlen, die nie verschickt wurden.

Es fällt mir schwer zu glauben, dass DHL keine Preiserhöhung plant :)
Ich denke auch, dass sich DHL diese Korrekturen bezahlen lässt. Vermutlich sind wir dann klar über 3€ + Energiezuschlag . So viel hatte vor nicht allzu langer Zeit noch das reguläre DHL Paket gekostet.
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#2 Peter Gierke 2024-06-26 13:17
Finde im Gegenteil, diese Pläne sehr erfreulich und wäre auch bereit, dafür ein höheres Porto zu zahlen mit der Hoffnung, dass dann die WaPost (BÜWA)nicht mehr eine Woche und länger unterwegs ist.
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#1 K.I. 2024-06-21 08:39
Aus Warenpost wird DHL Kleinpaket:
Gibt es eine Preiserhöhung? JAAAAA!

Wir sind zu 100 Prozent überzeugt das es Preiserhöhungen geben wird. Ansonsten hätte alles sob bleiben können und nur die Größe, Gewicht und Haftung hätten verändert werden brauchen. Dieses hätte dann als großer zusätzlicher Service beworben werden können. ACHTUNG: Jetzt schreibt DHL noch für Warenpost: Sehr gute Laufzeiten: Zustellung i. d. R. schon am nächsten Tag NEU BEI DEM DHL KLEINPAKET: Als durchschnittlic he Laufzeit für die Sendungen gibt der Logistiker zwei Werktage an. Wir wissen alle das es wieder eine deutliche Verschlechterun g für Kunden und Händler bedeutet.
Wir sind der Meinung das auch DHL dazu beigetragen hat das die Wettbewerbsfähi gkeit: Standort Deutschland so schlecht geworden ist!
Immer weniger Leistung und Service aber immer höhere Preise - das treibt die Verkaufspreise der Onlinehändler nach oben.
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