Linkabbau statt Linkaufbau

Veröffentlicht: 22.03.2013 | Geschrieben von: Stefan Bechstein | Letzte Aktualisierung: 22.03.2013

Nicht erst seit Googles Pinguin Update im Jahr 2012 haben schlecht platzierte Backlinks negative Auswirkungen auf das Ranking. Bereits im Vorfeld wurde immer deutlicher, dass man sich mit den so genannten „Russenlinks“ keinen Gefallen getan hat und mehr Schaden als Nutzen davon hatte.

URL

Linkaufbau ist eben zunehmend anspruchsvoller geworden. Wo es früher genügte, auf jeder verfügbaren Seite das Hauptkeyword als Ankertext zu hinterlassen, so muss man sich heute viel mehr darum bemühen, Ankertexte mit diversen Keyword-Variationen zu hinterlassen und das in einem kontextuell passenden Umfeld.

Schlechte Backlinks aufspüren

Wie aber spürt man die schlechten Backlinks auf, die irgendwann einmal gesetzt wurden? Oft hat man sie nämlich gar nicht selbst gesetzt, sondern eine SEO-Agentur. Und so wird es nachher schwierig, jeden gesetzten Link zu recherchieren. Aber zum Glück gibt es SEO-Tools, die einem dabei helfen, die schwarzen Schafe zu finden. Lösungen gibt es zum Beispiel von Searchmetrics oder Sistrix, aber auch die kostenlosen Webmaster-Tools helfen beim Aufspüren. Die Links, die Google gar nicht gerne sieht und damit für Ihr Ranking negativ bewertet, sind unnatürlich gesetzte Links. Zumindest aus Google-Sicht unnatürlich gesetzte Links.

Als da wären: viele Links vom gleichen Eigentümer, viele Links von der gleichen IP-Adresse und Links von Domains, die einzig und allein dem Linkaufbau dienen (Linkverzeichnisse, Artikelverzeichnisse, etc.). Zudem wird man bei Google auffällig, wenn man plötzlich besonders viele Backlinks erhält. Dann ist nicht mehr von einem natürlichen Linkwachstum zu sprechen, so wie es Google durch die Datensammlung von Millionen von Seiten kennengelernt hat.

Viel Fleißarbeit

Ohne Frage steckt viel Fleißarbeit und gesunder Menschenverstand darin, die schlechten Backlinks aufzuspüren – aber das Ganze ist alternativlos, wenn man nicht im Nirwana des Google Rankings verschwinden oder verbleiben möchte. Wenn man die negativen Links herausgefiltert hat, geht die Arbeit erst richtig los. Um einen gesetzten Link wieder loszuwerden, kann man den Webmaster der Site anschreiben oder wenn möglich auch anrufen und bitten, den Link zu entfernen. In den Fällen, in denen das nicht möglich ist, kann das Disavow-Tool von Google genutzt werden. Dort kann man schlechte Links melden und entwerten lassen.

Wenn man sich aller Altlasten entledigt hat und dennoch nicht im Ranking steigt, dann kann man auch noch zur letzten Maßnahme greifen und einen Reconsideration Request an Google stellen. Dieser Antrag führt dazu, dass sich ein Experte des Google Search Quality Teams intensiv der Website annimmt und nichts ungeprüft bleibt. Dafür sollte man sich aber sehr sicher sein, gründlich im Backlinkprofil aufgeräumt zu haben.

Kommentare  

#2 Tobias Clement 2013-08-28 18:44
Hallo,

ich möchte kurz ein paar Sätze zu dem Artikel verlieren. Unser Meinung nach sollte man das Penguin-Update nicht zwangsläufig mit dem Wort Linkabbau in Verbindung bringen. Vor allen Dingen, da der Linkabbau um einiges Zeitintensiver ist als der Linkaufbau.

Denn mit einer Verwässerung des Linkprofils kann man an dieser Stelle auch sehr viel erreichen.

Ich habe mal in einem Artikel zusammengetrage n, wann Linkabbau sinn macht und wann eher nicht http://www.linkhammer.de/linkabbau-so-gehts-richtig/

Freue mich sehr über eine Diskussion zu dem Thema.
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#1 Proentry 2013-03-27 11:33
Wenn das so einfach wäre, würde jeder seinen Mitbewerber mit ein paar schlechten, günstigen Links aus dem Index hauen. Das wird Google aber nicht zulassen können.
Wahrscheinliche r ist, dass schlechte Links nicht gewertet werden.
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