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Drei Typen von Suchanfragen und die richtige Strategie für Online-Händler

Veröffentlicht: 09.04.2013 | Autor: Stefan Bechstein | Letzte Aktualisierung: 09.04.2013

Suchanfragen sind meist der erste Anlaufpunkt zukünftiger Kunden, die sich über ein Produkt im Internet informieren möchten. Bereits aus den individuellen Eingaben kann man erste Hinweise und Rückschlüsse auf die Intention des Suchenden ziehen und ihn mit passenden Suchergebnissen in den eigenen Online-Shop führen.

© Victoria - Fotolia.com

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei Arten von Suchen. Es gibt Navigations-Suchen, bei denen der Suchende bereits davon ausgeht, dass es bestimmte Webseiten dazu gibt (z.B. bei Marken). Dann gibt es Informations-Suchen, bei denen es dem Nutzer darum geht, Antworten auf Fragen zu finden („Wie hoch ist der Mount Everest?“). Und die dritte Form der Suchanfragen sind die Transaktions-Suchen – die besonders für Online-Händler spannend sind.

Transaktions-Suchen

Transaktions-Suchen befinden sich häufig am Ende des Customer Journeys (ugs. „Die Reise des Kunden“), kurz des Suchprozess´. Suchen dieser Art enthalten oft Begriffe wie kaufen, buchen, mieten, bestellen. Zudem sind die Produktbeschreibungen schon sehr detailliert oder es wird Fachjargon verwendet. Die Reise bis zu dieser Art Suchbegriff ist oft relativ lang. Zuvor hat sich der Suchende meist dem Produkt durch verschiedene andere Suchbegriffe genähert.

Ein Beispiel: Jemand möchte sich einen Wintermantel kaufen. Dann könnte die Abfolge seiner Suchanfragen so aussehen: „wintermantel“, „wintermantel rot“, „wintermantel burberry rot“, „wintermantel burberry rot L kaufen“. Wenn Sie als Onlineshop-Besitzer den gesuchten roten Burberry Mantel in rot und Größe L vorrätig haben, dann ist eine solche Suchanfrage für Sie natürlich eine Steilvorlage und es dürfte Ihnen ein großes Anliegen sein, dazu ganz oben zu ranken. Sei es mit einer AdWords-Anzeige oder einem organischen Suchergebnis.

Den Suchenden begleiten

Doch so einfach ist es nicht. Häufig kann man als Werbetreibender nicht auf die Strategie setzen, den Kunden erst an dieser Stelle seiner Reise anzusprechen. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein anderer Ihnen zuvor kommt und den Kunden abgreift. Man sollte ihn vielmehr mit Beginn seiner Reise begleiten, sprich schon beim Suchbegriff „wintermantel“. Je öfter Ihr Shop während des Customer Journeys auftaucht, desto mehr Einfluss hat er auf die Kaufentscheidung des Suchenden.

Der Nachteil sind die Kosten. Bei jedem dieser Suchen präsent zu sein, kann sowohl einen hohen Aufwand für AdWords bedeuten – auch wenn letztlich nur der Klick nicht die Impression kostet – als auch für SEO-Maßnahmen. Abgesehen von eindeutigen Begriffen, die eine Kaufabsicht beinhalten, gibt es unter den Transaktions-Suchen aber auch noch eine weitere Kategorie: die Preisvergleiche. Dazu zählen Begriffe wie sonderangebot, rabatt, sale, günstig und billig. Hinter diesen Suchbegriffen verbergen sich oft die Schnäppchenjäger.

Zielgruppe Schnäppchenjäger

Einige Shops wollen bei diesen Suchen gar nicht präsent sein. Schnäppchenjäger sind nicht ihre Zielgruppe. Für diejenigen, die sich vor keinem Preisvergleich scheuen, macht es Sinn, Landingpages zu bauen, auf denen der Kunde sofort den Mehrwert Ihres Angebots erkennt. Die einfachste Möglichkeit, eine Relevanz herzustellen, ist es, den Begriff, den der Suchende eingegeben hat, auf der Zielseite prominent platziert aufzugreifen.

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