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Der frühe Vogel

Facebook informiert Seitenbetreiber besser über Regelverstöße

Veröffentlicht: 25.01.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 25.01.2019
Facebook auf einem Laptop und einem Smartphone

Facebook kämpft immer noch gegen Fake News und Hassbotschaften auf seiner Plattform. Spätestens seit der letzten US-Präsidentschaftswahl wurde immer wieder laute Kritik an dem Netzwerk geäußert, dass es solchen Inhalten eine Bühne biete. Nun will Facebook offenbar die Seitenbetreiber stärker zur Verantwortung ziehen: Wie t3n.de berichtet, hat das Netzwerk deshalb einige Änderungen angekündigt.

Kernstück der Neuerungen sei die sogenannte „Page-Quality“-Übersicht. Sie wird den Seitenbetreibern angezeigt und zeigt sämtliche Beiträge, die entfernt wurden, weil sie gegen die Richtlinien der Plattform verstoßen. Derzeit führe Facebook hier Verstöße wie die Verbreitung von Hassbotschaften, Mobbing oder auch den Verkauf bestimmter Produkte, wie etwa Medikamente, auf. Andere Verstöße wie Spam, Clickbait oder Urheberrechtsverstöße werden bislang nicht in der Übersicht geführt.

Daneben führt Facebook in der „Page-Quality“-Übersicht auch die Meldungen auf, die von der entsprechenden Seite geteilt wurden und bei denen es sich nach Ansicht externer Prüfer um Fake News handelt. Sollte eine Seite wiederholt Falschmeldungen teilen, behalte Facebook sich das Recht vor, die Reichweite der Seite zu verringern. Auch die Möglichkeit, Werbung zu schalten und Inhalte zu monetarisieren, könnte das Netzwerk der Seite absprechen.

Seiten oder Gruppen, die gegen die Facebook-Richtlinien verstoßen, werden entfernt. Zudem verbietet Facebook den Seitenbetreibern, neue Seiten oder Gruppen für denselben Zweck anzulegen – da viele Seitenbetreiber nach Angaben von Facebook aber auch gerne auf ältere Seiten zurückgreifen, behält sich das Unternehmen ab sofort auch das Recht vor, auch andere Seiten oder Gruppen des Betreibers zu sperren. Das ist auch dann der Fall, wenn die Seiten oder Gruppen selbst noch nicht durch viele Regelverstöße aufgefallen sind.

Das Internet wird vor allem für die Produktsuche genutzt

Für die meisten Menschen ist das Internet offenbar vor allem ein großer Produktkatalog: Wie das Statistische Bundesamt laut Golem.de ermittelt hat, nutzen 91 Prozent der Menschen das Internet für die Suche nach Informationen über Waren und Dienstleistungen. Auch die Kommunikation per E-Mail ist für den Großteil der Internet-Nutzer (89 Prozent) wichtig. Soziale Netzwerke spielen dagegen eine untergeordnetere Rolle: Nur 56 Prozent der Menschen nutzen das Internet, um sich auf Twitter, Facebook, Instagram und Co. zu bewegen.

Die wertvollsten Marken: Amazon an der Spitze

Amazon ist die wertvollste Marke der Welt und kommt auf einen Markenwert von knapp 188 Milliarden US-Dollar. Das zeigt zumindest das Brand Finance Ranking, wie E-Commerce-Magazin berichtet. Der US-Konzern konnte seinen Markenwert damit im Vergleich zum Vorjahr um 24,6 Prozent steigern. Auf den nachfolgenden Plätzen liegen Apple (153,6 Mrd. Dollar), Google (142,8 Mrd. Dollar) und Microsoft (119,6 Mrd. Dollar). Die stärkste deutsche Marke ist Mercedes-Benz mit einem Markenwert von 60,4 Milliarden Dollar. Die Markenwerte der Unternehmen wurden anhand der Lizenzgebühren ermittelt, die ein Unternehmen bezahlen müsste, wenn es die Marke nicht in Besitz hätte.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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