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Gastartikel

Worauf Online-Händler beim Video-Marketing achten sollten

Veröffentlicht: 29.04.2019 | Autor: Gastautor | Letzte Aktualisierung: 29.04.2019
Grafik: mobile Endgeräte mit Video

Bewegte Bilder wirken sehr viel affektiver, das heißt natürlicher, auf die Menschen als zum Beispiel klassische Werbebanner – sie sprechen gezielt Emotionen an. Damit bietet das Video-Marketing einzigartige Möglichkeiten. Genau wie bei anderen Werbemaßnahmen ist es auch in diesem Bereich wichtig, die Ziele im Vorfeld zu definieren. Soll die Werbung in erster Linie Klicks generieren? Wird vor allem Interaktion gewünscht? Oder soll die Bekanntheit einer Marke generell gesteigert werden? Dem jeweiligen Ziel entsprechend sollten die Reaktionen auf die Anzeige zudem regelmäßig ausgewertet werden. Für eine Steigerung des Bekanntheitsgrades einer Marke können zum Beispiel Views und Impressions aussagekräftige Faktoren sein. Interaktion zeigt sich besonders gut an Klickraten und Conversion Rates.

Effektivität contra Sichtbarkeit

Bei Video-Werbung geht es nicht allein um Sichtbarkeit, sondern vor allem um Wirksamkeit. Bloße Sichtbarkeit zu erreichen, ist relativ einfach – etwa, indem man auf non-skippable Ads setzt, die vom User nicht übersprungen werden können. Doch wenn das Video in Form und Inhalt nicht auf die jeweilige Plattform und Zielgruppe abgestimmt ist, erweist sich diese Sichtbarkeit nicht selten als wertlos.

Was bei der Form des Videos zu beachten ist, richtet sich zu einem Großteil nach dem Kanal, auf dem die Anzeige gespielt werden soll. Wird dieser etwa oft von mobilen Endgeräten aufgerufen, empfehlen sich Videos, die ihre Botschaft schnell und idealerweise auch ohne Ton vermitteln können. Letzteres kann unter anderem durch zusätzliche Untertitel erreicht werden. Im Allgemeinen wird empfohlen, die Länge des Spots für den Mobile-Bereich kurz zu halten, also unter 30 Sekunden. Allerdings können auch Anzeigen mit 30 bis 60 Sekunden Länge effektiv sein. Es lohnt sich daher durchaus, unterschiedlich lange Fassungen eines Videos zu erstellen und etwa mithilfe von A/B-Tests ihre Performance zu analysieren und entsprechend zu reagieren. Nicht zuletzt sollte auch das Bildformat so gewählt werden, dass es auf dem jeweiligen Kanal beziehungsweise dessen Timeline oder Feed ideal zur Geltung kommt.

Auf den Punkt gebracht

Inhaltlich gilt es derweil in den meisten Fällen, keine Zeit zu verschwenden. Der Kerninhalt sollte innerhalb der ersten Sekunden präsentiert werden, was aus mehrfacher Sicht sinnvoll ist. Zum einen ist die Aufmerksamkeitsspanne des durchschnittlichen Internetnutzers sehr kurz. Zum anderen kann man diversen Video-Ad-Formaten gerecht werden, wenn die wesentliche Aussage bereits zu Beginn des Videos gezeigt wird. YouTube zum Beispiel bietet Bumper Ads, sprich non-skippable Videos, die höchstens sechs Sekunden dauern dürfen. Doch auch bei TrueView-Videoanzeigen, die zwar länger dauern, aber nach rund fünf Sekunden übersprungen werden können, ist es freilich ein Vorteil, wenn der User die Grundidee des Videos erfasst hat, auch wenn er es bei Gelegenheit sofort überspringt.

Maßgeschneiderte Inhalte

Von Bedeutung ist zudem die Headline eines Videos: Sie sollte informativ wie prägnant sein und dem Nutzer eine sofortige Einordnung ermöglichen. Eindeutig sollte auch eine etwaige Handlungsaufforderung (Call to Action) ausfallen, sofern Interaktion gewünscht wird. Nicht zuletzt ist es empfehlenswert, die Inhalte des Video-Marketings auf die Plattform abzustimmen, auf der die Anzeige geschaltet werden soll. Liegt der Fokus dort eher auf Entertainment und Lifestyle, können beispielsweise andere Video-Ads effektiver sein als wenn der Schwerpunkt auf Nachrichten läge.

Über den Autor

Simon Scholl ist Online-Redakteur bei real.digital und erstellt Texte für eines der größten Onlineshopping-Portale Deutschlands. Zudem schreibt er über aktuelle Trends und Entwicklungen im Onlinehandel für den firmeneigenen E-Commerce Blog real2business.

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