Teilen Teilen Kommentare Drucken
Der frühe Vogel

Großbritannien verbietet negative Geschlechter-Klischees in der Werbung

Veröffentlicht: 17.06.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 17.06.2019
Geschlechter-Icons

Die britische Advertising Standard Authority (ASA) hat negative Geschlechter-Klischees in der Werbung verboten. So sind künftig Werbeclips, in denen beispielsweise Frauen nicht einparken und Männer keine Windeln wechseln können, untersagt, berichtet wuv.de. „Wir haben herausgefunden, dass manche Darstellungen in der Werbung eine Rolle dabei spielen, das Potenzial von Menschen zu beschränken“, so Guy Parker, Geschäftsführer der ASA.

Von dem Verbot seien keine Werbespots betroffen, die sich wegen des Produkts nur an ein Geschlecht richten oder Männer und Frauen beim erfolgreichen Verrichten einer vermeintlich typischen Tätigkeit zeigen. So sei es weiterhin erlaubt, Männer als Handwerker und Frauen beim Einkauf darzustellen, erklärt die Werbeaufsicht. „Es ist nicht belegt, dass der Einsatz von Geschlechterstereotypen immer problematisch ist und die neue Regelung will stereotypische Darstellungen nicht verbieten“, erklärt die ASA.

Mit der neuen Regelung schränkt die ASA auch andere problematische Inhalte ein: So ist es nicht erlaubt, Menschen zu zeigen, die aufgrund ihres vom stereotypischen Idealtyp abweichenden Aussehens keinen Erfolg haben. Auch Werbespots, die junge Mütter zeigen und suggerieren, dass ein gepflegtes Aussehen und ein sauberes Haus wichtiger seien als die mentale Gesundheit, sind untersagt.

Apfelroute: Apple zieht seinen Einspruch gegen das Logo zurück

Der US-Konzern Apple hat seinen Einspruch gegen das Logo des „Apfelroute“-Radwegs zurückgezogen. Die Rhein-Voreifel-Touristik (RVT) darf laut Heise Online das von Apple angefochtene Logo weiter verwenden. Das Logo erinnerte stylistisch an einen Apfel, besonders das grüne Blättchen am oberen Ende war den Apple-Anwälten offenbar ein Dorn im Auge. Die RVT hat seinen Markeneintrag für das Apfelroute-Logo eingeschränkt, um eine Einigung mit Apple zu erreichen: Das Logo darf nun „ausschließlich mit Bezug auf einen Fahrradwanderweg durch die Apfelanbauregion Rhein-Voreifel“ verwendet werden.

Innenministerium gegen Verschlüsselungsverbote

Das Innenministerium hat sich gegen Verschlüsselungsverbote und für das Prinzip „Sicherheit durch Verschlüsselung und Sicherheit trotz Verschlüsselung“ ausgesprochen. Wie Heise Online berichtet, ist das Ministerium damit dem Vorwurf entgegengetreten, Messenger-Dienste zur Entschlüsselung der Kommunikation ihrer Nutzer zu zwingen. Provider müssten aber einen „staatlichen Zugriff als gesetzlich geregelte Ausnahme“ ermöglichen, damit Terroristen und Bandenmitglieder ihre Kommunikation nicht komplett abschotten könnten, so ein Sprecher der Ministeriums. „Wir stehen hier noch am Anfang einer Lösungsfindung.“

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Michael Pohlgeers

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.

Meistgelesene Artikel