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Der frühe Vogel

Citroën überrascht mit Zitrön-Werbegag

Veröffentlicht: 23.07.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 23.07.2019
Zitrön-Ankündigung

Die französische Automarke Citroën sorgt mit seinen Markennamen immer mal wieder für Fragezeichen über den Köpfen der Deutschen. Unter anderem wurde der Kleinwagen 2CV, für die Franzosen ganz klar ein „deux chevaux“ („zwei Pferde“) in Deutschland kurzerhand zur „Ente“. Selbst der Name des Herstellers selbst sorgt mit dem „ë“ bei so manchem für Verwirrung. 

Nun hat Citroën offenbar entschieden, den Deutschen Kunden das Leben etwas leichter zu machen: Zum hundertjährigen Bestehen der Automarke, die das Unternehmen in diesem Jahr feiert, wurde der neue Markenname „Zitrön“ für Deutschland eingeführt. Der neue Markenname prangt auf den deutschsprachigen Webseiten und den Auftritten in den sozialen Netzwerken. 

Doch ganz ernst gemeint ist die Umbenennung nicht: Wie eine Sprecherin gegenüber der FAZ erklärt habe, handele es sich bei Zitrön nur um einen Spaß zu Werbezwecken. Die Automarke habe in der Vergangenheit schon häufiger „ungewöhnliche Marketingmaßnahmen getroffen“. Ein weiterer Hinweis darauf, dass es sich um einen Werbegag handelt, gibt das Impressum der deutschen Website: Dort steht nämlich noch der französische Name. Die Aufmerksamkeit dürfte Citroë-, Verzeihung, Zitrön aber auf jeden Fall sicher sein.

Wirecard: Schwere Vorwürfe gegen die Financial Times

Offenbar sieht Wirecard den Verdacht bestätigt, dass Journalisten der Financial Times mit Spekulanten gemeinsame Sache gemacht haben. Wie ein Insider laut Spiegel Online erklärt, habe das Unternehmen entsprechendes Beweismaterial an die Staatsanwaltschaft München I übergeben. Unter anderem soll ein Mitschnitt eines Gesprächs zwischen zwei Investoren enthalten sein, in dem es um einen bevorstehenden Bericht der Londoner Zeitung über Wirecard gehe. 

Eine Sprecherin der Financial Times wies die Vorwürfe zurück: „Es gab keinerlei geheime Absprachen von Journalisten der FT mit Short-Sellern oder anderen Dritten, was den Inhalt oder den Veröffentlichungszeitpunkt von FT-Artikeln über Wirecard betrifft.“ Eine Reihe von kritischen Berichten der Zeitung hatten den Wirecard-Aktienkurs immer wieder abstürzen lassen. Das Unternehmen und die BaFin hegen den Verdacht, dass Leerverkäufer daraus Profit geschlagen haben. Zwischenzeitlich hatte die BaFin Leerverkäufe mit Wirecard-Aktien für zwei Monate untersagt.

Tinder umgeht offenbar Gebühren für Google Play

Die Dating-App Tinder soll einen Weg gefunden haben, Gebühren bei Googles Play-Store zu umgehen. Zahlungen würden nun nicht mehr bei Google Play, sondern direkt in der App vorgenommen, heißt es bei t3n.de. Tinder fordere seine Nutzer dazu auf, ihre Kreditkartendetails in der App einzugeben, womit künftige Käufe nicht mehr über Google Play möglich seien. Tinder spare sich damit eine Gebühr in Höhe von bis zu 30 Prozent, die bei Käufen über Google Play anfällt. 

Tinder sei nicht die einzige App, die sich an der 30-Prozent-Gebühr stört. Auch für Netflix-Neukunden besteht seit Mai 2018 nicht mehr die Möglichkeit, über Google Play zu bezahlen und auch das Software-Unternehmen Epic Games hat sein beliebtes Spiel Fortnite nicht mehr bei Google Play im Angebot. Der Analyst Ben Schachter von der Investmentbank Macquarie hält es für nicht unwahrscheinlich, dass weitere Unternehmen bei den Zahlungsmethoden experimentieren werden, um die Gebühren einzusparen.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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