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Der frühe Vogel

Ebay-CEO Devin Wenig will unaufdringliche Werbeanzeigen

Veröffentlicht: 07.08.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 07.08.2019
Devin Wenig

Ebay-Chef Devin Wenig tritt in jüngster Zeit vermehrt ins Rampenlicht. Unter anderem hat er einen Essay im Fortune-Magazin veröffentlicht und auch am CNBC-Format „The Future of Business“ teilgenommen, wie EcommerceBytes berichtet. Dem US-Sender gegenüber habe Wenig unter anderem seine Gedanken zum Thema Werbung geäußert.

Der Ebay-CEO habe sich dabei überzeugt gezeigt, dass Werbung in den Hintergrund tritt und Menschen keine aufdringlichen Anzeigen wollen. „Ich denke, Menschen fühlen sich nicht wohl, wenn ihre Daten genutzt werden, um sie mit Werbeanzeigen anzusprechen, die sie nicht sehen wollen“, so Wenig. Werbung werde sich von einem störenden Umfeld zu einer nahtlosen Erfahrung entwickeln, führt der Ebay-CEO weiter aus.

Zudem hat Wenig sich auch zum Thema Kryptowährung geäußert: So wie sie in der heutigen Form besteht, sei er kein Fan von ihr, da sie oft sprunghaft und unberechenbar sei. Gleichzeitig räumte Wenig ein, dass Ebay das Thema für sich nicht ausschließe. „Würden wir etwas finden, von dem wir überzeugt sind, dass wir Stabilität und eine Währung, die Menschen wertschätzen würden, schaffen könnten, könnten wir 100 Milliarde Dollar von Ebays Geschäft dafür aufbringen“, so Wenig. „So weit sind wir aber noch nicht ganz.“

Trotzdem sei Wenig ein Fan von Kryptowährungen und ist offenbar überzeugt, dass sie eine Rolle bei der weiteren Entwicklung der globalen Wirtschaft spielen werden.

Personalisierte Werbung: Datenpanne bei Twitter

Das soziale Netzwerk Twitter hat offenbar Nutzerdaten ohne die Einwilligung der Nutzer für personalisierte Werbung verwendet. Hintergrund seien Probleme mit den Nutzer-Einstellungen gewesen, erklärte das Unternehmen laut Tagesschau. „Deswegen könnten Nutzerinformationen mit Werbepartnern geteilt oder Werbung auf Basis unerlaubt gesammelter Daten angezeigt worden sein“, heißt es dort. Twitter habe die Probleme mittlerweile behoben. Unklar sei allerdings, welche Nutzer betroffen gewesen seien. Das Netzwerk entschuldigte sich und kündigte Maßnahmen an, um derartige Fehler in Zukunft zu vermeiden.

Apple-Card-Nutzer müssen sich auf zielgerichtete Werbung einstellen

Apple behält sich vor, Nutzer der neuen Kreditkarte Apple Card mit zielgerichteter Werbung anzusprechen. Das gehe Heise Online zufolge zumindest aus den vom Kunden abzusegnenden Onboarding-Text hervor, der bei der Ersteinrichtung der Karte angezeigt wird. So wolle Apple Botschaften an seine Nutzer schicken, die „Informationen nutzen, die nur Sie und Ihr Gerät kennen“. Dazu zählen auch die Einkaufsgeschichte und Ortsangaben. Apple könnte beispielsweise Werbeanzeigen für Reisen ausspielen, wenn der Nutzer viele Reisen bucht. 

Der Konzern versicherte aber, die Kundeninformationen nicht selbst wissen zu müssen, da das iPhone selbst bestimme, welche Werbeanzeige ausgespielt werde. Apple könne also diverse Werbeanzeigen veröffentlichen, im iPhone selbst werde dann anhand der Transaktionshistorie entschieden, welche dem Nutzer angezeigt wird.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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Kommentare  

#1 anja 2019-08-07 12:00
dieser neue ebay-chef ist mir schon mehrfach aufgefallen. der mann ist gut. er beobachtet, analysiert und stoppt auch ggf. bereits eingeleitete änderungen, wenn sie sich aufgrund der reaktionen von händler und käufer negativ darstellen. ich würde mir wünschen, unsere politiker wären so wach und flexibel und würden ihre arbeit so weitsichtig und besonnen erledigen. aber die sind im gegensatz dazu wie eine hammelherde, die alles niedertrampelt, wenn sie sich dann endlich mal in bewegung gesetzt hat. ohne rücksicht auf verluste.
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