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Der frühe Vogel

Google kennzeichnet Werbeanzeigen wieder deutlicher

Veröffentlicht: 27.01.2020 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 27.01.2020
Google Ads auf einem Smartphone

Vor einigen Tagen hat Google die Darstellung auf den Suchergebnisseiten überarbeitet und damit für einige Unsicherheit gesorgt. Durch die Anzeige der sogenannten „Favicons“ und der Domain-URL der Webseiten sahen die organischen Suchergebnissen ähnlich wie Werbeanzeigen aus. Bei denen war anstatt dem Favicon lediglich das Wort „Ad“ angezeigt. 

„In der Summe hatte das dazu geführt, dass es fortan noch schwieriger war, werbliche von nicht werblichen Suchergebnissen zu unterscheiden“, ordnet t3n die Änderung von Google ein. „Entsprechend viel Kritik erntete der Suchmaschinenriese für diesen Schritt.“

Kurze Zeit später kündigte Google auf Twitter eine Überarbeitung der Änderung an: Man habe die Desktop-Ansicht lediglich an die Anzeige der mobilen Suche, die es schon „seit Monaten“ so gebe, angepasst. Die Kritik an der Ansicht nehme Google sich aber zu Herzen und suche nun nach einer besseren Platzierung der Favicons. Vorerst wurden die kleinen Icons wieder entfernt, womit bereits die Unterscheidung zwischen organischen und werblichen Suchergebnissen einfacher wird. 

Für Google dürfte die Entscheidung, die optische Grenze zwischen SEA-Marketing und organischen Links zu verwischen, leicht gefallen sein. Der Konzern verdient sein Geld schließlich mit den Klicks auf Werbeanzeigen. Sehen nun alle Links aus wie Werbeanzeigen, könnte die Wahrscheinlichkeit steigen, dass die Nutzer auch auf eine Anzeige klicken, schätzt auch t3n. Verwunderlich ist der Schritt von Google trotzdem: Die Suche des Unternehmens wird in allen US-Bundesstaaten untersucht. Dabei steht die Fragen im Raum, ob und inwieweit Google seine Marktmacht ausnutzt.

Apple Pay: Sparkassen wollen doch keine NFC-Schnittstelle

Kurz bevor die Sparkassen bei Apple Pay eingestiegen sind, forderten sie eine NFC-Schnittstelle beim iPhone. Damit hätte die eigene App mit dem offenen Standard auch auf den Apple-Geräten nutzen können. Doch wie MobiFlip nun berichtet, wurde diese Forderung offenbar verworfen. „Es sei momentan nicht geplant, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Das Ziel (allen Kunden mobiles Bezahlen zu ermöglichen) sei mit Apple Pay erreicht worden“, heißt es.

Die Aufregung um eine NFC-Schnittstelle könnte sich damit erledigt haben. Spätestens, wenn die Volksbanken ebenfalls keinen entsprechenden Antrag stellen, dürfte die Sache für Apple durch sein. Die Volksbanken wollen in diesem Jahr bei Apple Pay einsteigen. 

Intersport wächst wieder

Die 1.452 zu Intersport in Deutschland gehörenden Filialen und Geschäfte haben im vergangenen Jahr 2,9 Milliarden Euro umgesetzt. Damit wuchs die größte Sporthändlergruppe in Deutschland um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie es beim Handelsblatt heißt. In Österreich wuchsen die Intersport-Geschäfte um rund vier Prozent.

Damit konnte sich die Gruppe von dem Umsatzminus im Jahr 2018 erholen, doch der Druck der Online-Konkurrenz wächst. Der eigentlich branchenfremde Anbieter Zalando konnte einer Marktuntersuchung der Unternehmensberatung NPD um 14 Prozent zulegen, Decathlon kommt demnach auf ein ähnliches Wachstum. Intersport verliert dagegen zwei Prozent Marktanteile.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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