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iBusiness-Studie

Online-Händler investieren 2020 vor allem ins Sortiment

Veröffentlicht: 17.02.2020 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 17.02.2020
Investition Händler

Das eingenommene Geld im E-Commerce muss wieder in das Geschäft fließen, um mit dem dynamischen Markt mithalten zu können. IBusiness wollte wissen, in welche Bereiche die befragten Online-Händler im Jahr 2020 am meisten investieren wollen. Demnach wird das meiste Geld in Sortiment, Web-Frontend, Prozessoptimierung und Online-Werbung fließen.

Insgesamt will fast die Hälfte (46,5 Prozent) der befragten Online-Händler im Jahr 2020 mehr investieren als noch im Jahr zuvor. Nur rund zehn Prozent wollen weniger Geld einsetzen als 2019. 

Sortiment als entscheidender Faktor für den Webshop

Von dem Finanz-Einsatz soll vor allem das eigene Sortiment profitieren: Drei Viertel der befragten Online-Händler wollen beim Warenangebot ihre Investitionen im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Etwa ein Viertel will das Budget dafür gleich halten. „Sortiment ist entscheidender Faktor für den Erfolg des Online-Shops. Die Austauschbarkeit des Sortiments ist in vielen Fällen das Problem für die Markenbildung von Shopbetreibern. Denn langfristig werden sich nur die E-Commerce-Konzepte durchsetzen, die ihre Kernkompetenzen optimieren“, erklärt Susan Rönisch von iBusiness.

Rund zwei Drittel der E-Commerce-Unternehmen werden ihre Ausgaben in den Bereichen Web-Frontend, Prozessoptimierung und Online-Werbung erhöhen. Nicht viel mehr finanzielle Zuwendung hingegen erhalten die Segmente Marktforschung, Print- und TV-Werbung – diese liegen am unteren Ende des Investitions-Rankings. Auffällig ist dabei aber, dass immer noch 40 Prozent der E-Commerce-Firmen genau so viel Geld in Print-Werbung stecken wollen wie im Vorjahr. So ganz ist das Vertrauen in die alten Medien und Werbekanäle wohl noch nicht verschwunden.

Das sind die wichtigsten Investitionen für Online-Händler 2020

 Studie 1

Prinzip Nische – das können Online-Händler noch tun

Die richtige Auswahl von Geschäftsfeld und der passenden Summe für die dahingehende Investition kann für Online-Händler entscheidend sein, um am Markt mithalten zu können. In der Händlerbund-Studie 2019 gab die Mehrheit der befragten Online-Händler den Konkurrenzdruck als die größte Herausforderung für das Jahr 2020 an. 

Online-Händler sollten sich vor allem auf ihre Nische fokussieren – oder eine solche schaffen. „Online-Shops, die es schaffen, ihr Sortiment in einem spitzen Bereich in die Tiefe auszubauen, brauchen die Konkurrenz von Amazon nicht zu befürchten. Diese Händler müssen das Versprechen 'Bei mir bekommst du in diesem speziellen Bereich wirklich alles' einhalten“, rät Susan Rönisch. Ein hoch spezialisierter Shop könne so ungeachtet des Online-Preisdrucks attraktive Renditen erwirtschaften.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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