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Gastartikel

Virales Marketing: Wie gelingt ein viraler Effekt?

Veröffentlicht: 04.03.2020 | Autor: Gastautor | Letzte Aktualisierung: 04.03.2020
Plan für virales Marketing

Wenn Inhalte viral gehen, bedeutet das, dass sie sich durch die Nutzer exponentiell verbreiten – in der Regel über soziale Medien, wo sie vielfach geteilt werden und so eine hohe Reichweite generieren. Diesen Effekt können Unternehmen gezielt als Marketingmaßnahme nutzen, um ihre Bekanntheit zu steigern und ihr Image zu stärken.

Beim viralen Marketing werden Inhalte nicht nur vom Unternehmen an die Rezipienten gesendet, sondern letztere werden selbst zu Sendern der Botschaft. Damit das gelingt, muss der Content leicht konsumierbar sein und sich schnell und einfach weiterleiten lassen. Als Formate sind deshalb Fotos, Grafiken und Videos besonders gut geeignet. Dabei steht im Gegensatz zu vielen anderen Marketingmaßnahmen nicht die Werbebotschaft im Vordergrund, sondern der Mehrwert bietende Inhalt. 

Gute Vorbereitung: Zielgruppen- und Konkurrenzanalyse

Doch was macht Inhalte aus, die gerne geteilt werden? Das ist zunächst von Ihrer Zielgruppe abhängig, denn damit Sie möglichst die für Sie relevanten Nutzer erreichen, ist es wichtig, dass Ihre Zielgruppe sich mit Ihrem Content identifizieren kann. Nur wenn er zur Zielgruppe passt, wird diese ihn auch freiwillig weiterverbreiten. Daher will auch eine Viralmarketing-Kampagne gut vorbereitet sein. Durch eine sorgfältige Zielgruppenanalyse können Sie herausstellen, welche Themen Ihre Kunden bewegen und faszinieren und was von ihnen in der Regel häufig geteilt wird. 

Bei real.de konnte das Social-Media Team beispielsweise feststellen, dass das Thema Nachhaltigkeit bei den Usern sehr gut ankommt. Entsprechende Beiträge bei Facebook haben sowohl zur Diskussion angeregt als auch eine hohe Reichweite erzielt und wurden vergleichsweise häufig geteilt. 

real screenshot

Machen Sie sich außerdem ein Bild davon, was Ihre Konkurrenz schon umgesetzt hat und wie diese Maßnahmen von den Usern angenommen wurden. Ihr Content sollte zwar einzigartig sein, Sie können sich aber von erfolgreichen Viralkampagnen inspirieren lassen.

Werden Sie emotional

Virale Inhalte funktionieren nur, wenn sie die Nutzer nicht kalt lassen – sie müssen Gefühle auslösen. Dabei funktionieren vor allem positive Emotionen wie Freude oder Vergnügen, aber auch Trauer oder Wut können für einen viralen Effekt sorgen. Fragen Sie sich vor der Erstellung des Contents, was sie damit beim Nutzer bewirken möchten: Wollen Sie, dass er wütend, gerührt, amüsiert oder fasziniert ist? 

Übrigens: Inhalte mit Überraschungseffekt werden besonders gerne geteilt. Ein Wow-Erlebnis können Sie entweder durch einzigartigen Content erzielen oder Sie setzen geschicktes Storytelling ein, um die User zu überraschen. Letzteres funktioniert besonders gut bei Videocontent. 

Auf aktuelle Themen eingehen 

Profitieren Sie von der Aufmerksamkeit rund um aktuelle News und Trends, indem Sie diese in Ihren Inhalten aufgreifen. Vor allem Themen, die stark polarisieren regen die Nutzer zur Interaktion an. Beachten Sie allerdings, dass gerade bei News eine schnelle Reaktion erforderlich ist. Falls Sie Ihre Inhalte lieber im Voraus planen möchten, können Sie auch auf bevorstehende populäre Ereignisse eingehen, wie zum Beispiel eine Weltmeisterschaft. 

Verbreitung der Inhalte: So können Sie nachhelfen 

Auch wenn die Verbreitung bei viralem Marketing hauptsächlich durch die Nutzer erfolgt, muss das Seeding initial vom Unternehmen angestoßen werden. Dabei ist es besonders hilfreich, Influencer, Blogger oder Youtuber als Multiplikatoren einzusetzen, die durch ihre hohe Reichweite die Verbreitung der Inhalte in Gang bringen können. Das hat außerdem den Vorteil, dass diese Menschen von ihren Followern als vertrauenswürdig wahrgenommen werden und Ihre Inhalte somit nicht an Authentizität einbüßen. 

Lara Böckmann

Über die Autorin

Lara Böckmann ist Online-Redakteurin bei real.digital, wo sie neben der Texterstellung für real.de, eines der größten Onlineshopping-Portale Deutschlands, auch Artikel für den firmeneigenen E-Commerce Blog real2business verfasst.

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