Trendstudie 

Durch Social Shopping werden Influencer unverzichtbar

Veröffentlicht: 10.02.2021 | Geschrieben von: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 10.02.2021
Vloggerin Influencerin präsentiert Produkt

Soziale Netzwerke und Anwendungen haben in Zeiten der coronabedingten Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen im vergangenen Jahr dazu beigetragen, „neue Nähe“ zu schaffen. Neben der Kommunikation verlagerte sich zudem das Konsumverhalten lockdownbedingt in Richtung online. Das führte auch zu neuen Entwicklungen in Sachen Influencer-Marketing, wie die Marketing-Agenturen Pilot und Buzzbird in ihrem aktuellen Trendreport herausstellen. 

Zwar gingen auch die Werbeausgaben der Unternehmen für diese Form des Marketings im vergangenen Jahr zurück, doch: „Die Krise hat Influencer und ihre Community näher zusammengebracht“, heißt es in der Studie, die OnlinehändlerNews vorliegt. Gleichsam hat sich das Influencer Business im vergangenen Jahr insgesamt weiterentwickelt. „Relevantere Inhalte und neue Features etwa im Bereich Social Shopping würden Influencer Marketing, das inzwischen aufgrund seiner kreativen Komponente häufig auch als Creator Marketing bezeichnet wird, „zum unverzichtbaren Part im Mediamix“, heißt es weiter.

Der Grund: Die Influencer ersetzen ein Stück weit den persönlichen Kontakt, den Konsumenten aus stationären Geschäften gewohnt sind, da sie die Bedürfnisse und Anforderungen ihrer Follower kennen – dadurch ist es ihnen möglich, die Vermarktung anzupassen.

Klare Haltung und Inhalte mit Mehrwert  

Darüber hinaus spiegele sich auch in diesem Marketing-Bereich wider, dass Unternehmen immer stärker selbst Haltung zu gesellschaftspolitischen oder umweltrelevanten Themen zeigen und auch moralisch handeln müssen. Die Studienautoren nennen dies den Trend zur Intellektualisierung. Dahinter stecke der Wunsch, gesellschaftliche Vorbilder zu haben, weshalb Menschen verstärkt auf Marken zurückgreifen, die hier moralisch akzeptiert handeln. Influencer können zudem trockenere wissenschaftliche oder politische Themen zusätzlich unterhaltsamer rüberbringen. So vereinfacht eine Zusammenarbeit mit den Creators es Marken, Werte und Moral klarer zu kommunizieren.

Darüber hinaus sei es wichtig, dass Firmen Inhalte gerade im Influencer-Bereich nicht einfach als plumpe Werbung präsentieren, sondern Content liefern, der tatsächlich relevant ist. Das könne beispielsweise mit Storytelling erfolgen. Auch Live-Streams, virtuelle Messebesuche, Konzerte und Sport-Challenges mit Influencern können diesen zusätzlichen Nutzen liefern, da gemeinsame Erlebnisse den Kontakt zur Community stärken.  

Authentizität, Reichweite und Verantwortungsbewusstsein sind Schlüssel zum Erfolg  

Als Kommunikationskanäle dienen neben Live-Formaten und Social-Shopping-Angeboten in gängigen Netzwerken wie Facebook, Instagram, YouTube oder TikTok auch Podcasts und die Gaming-Branche. Insbesondere auch Amazons Live-Streaming-Videoportal Twitch – auf dem vorrangig Videospiele gestreamt werden – habe viel Potenzial. „Es ist beachtlich zu sehen, mit welcher Kreativität und auch mit welchem Unternehmergeist Influencer bzw. Creator Menschen um sich versammeln. Dort wo Authentizität, Reichweite und Verantwortungsbewusstsein zusammenkommen, können Unternehmen wichtige Partner für ihre Kommunikation finden“, resümiert Pilot-Geschäftsführer Kristian Meinken. Die komplette Studie kann auf der Webseite von Buzzbird bezogen werden. 

Unternehmen sollten bei der Zusammenarbeit mit den Werbepartnern darüber hinaus auch rechtliche Aspekte beachten – Informationen dazu haben wir an dieser Stelle zusammengestellt. Hinzu kommt, dass im Zuge der Umsetzung der Omnibus-Richtlinie, die fast alle EU-Vorschrifte zum Verbraucherrecht  modernisiert, auch neue Vorgaben zur Kennzeichnung von Werbung gerade bei Influencern hinzukommen können. 

Über die Autorin

Hanna Behn
Hanna Behn Expertin für: Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

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