Idealo-Trendstudie 2021

Diese Produkte profitieren von der Coronakrise

Veröffentlicht: 02.03.2021 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 02.03.2021
Einkaufswagen mit Schutzmaske vor Laptop

Corona hat auch das Einkaufen verändert – und das wird auch langfristige Auswirkungen auf den E-Commerce haben. Das zeigt eine Studie des Preisvergleichportals Idealo. Für die repräsentative Studie „E-Commerce-Trends 2021“ wurden im Dezember 2020 1.010 Internetnutzer befragt.

87 Prozent wollen künftig mehr im Web kaufen

Die Bedingungen der Coronapandemie pushen den E-Commerce: 38 Prozent der befragten Menschen haben während der Pandemie bereits online mehr eingekauft – und insgesamt 87 Prozent wollen auch in Zukunft mehr im Web shoppen. Vor allem jüngere Menschen zwischen 18 bis 29 Jahren kaufen nun eher im Netz. Bei den 60- bis 64-Jährigen sind es hingegen nur 20 Prozent. Muss sich auch der stationäre Handel auf die geänderten Gewohnheiten einstellen? 45 Prozent der Interviewten sehen für ein stationäres Geschäft ohne Online-Ableger keine Zukunft, allerdings glauben 42 Prozent – also etwa genau so viel – dass die Menschen in den physischen Läden wieder so viel kaufen werden wie vor der Pandemie.

Online-Käufe in der Coronakrise: Mehr Lebensmittel, Bücher und Kleidung

Einige Produktkategorien konnten in der Phase von Lockdown und Homeoffice besonders zulegen. Die Befragten haben online in der Coronakrise vor allem mehr Lebensmittel, Bücher/Unterhaltungsmedien (jeweils 20 Prozent) und Bekleidung/Schuhe (19 Prozent) gekauft. Die Steigerung ist vor allem in der Kategorie Lebensmittel relevant, denn diese kaufen ansonsten generell immer noch 86 Prozent lieber eher im stationären Handel, online hingegen nur elf Prozent. Einige Experten gehen bereits von einem Schub für den immer noch schwierigen E-Food-Markt aus. Auch Aldi will den Online-Handel mit Lebensmitteln jetzt verstärkt in Angriff nehmen.

In den Bereichen Uhren/Schmuck, Babybedarf und Taschen wurden in der Coronazeit hingegen deutlich weniger gekauft. 

Die Gründe, warum Kunden in der Pandemie häufiger auf Webshops und Online-Marktplätze zugreifen, sind vor allem die größere Auswahl an Produkten und Zahlarten, die Möglichkeit von Preisvergleichseiten, sowie die Schnelligkeit und eine bessere Produktinformation.

Corona: Auswirkungen auf das Online-Kaufverhalten

Allerdings mussten die Online-Shopper wegen der Pandemie auch Nachteile hinnehmen: Jeweils etwa ein Drittel sagt, dass bestimmte Produkte eher ausverkauft und teurer waren. Immerhin 31 Prozent haben daher schneller zugeschlagen als sonst.

Auch das Thema Nachhaltigkeit wurde in der Studie untersucht – und es ergibt sich, wie bei anderen Studien auch, ein differenziertes Bild. Zwar ist 60 Prozent der Befragten wichtig, dass der Shop, bei dem sie kaufen, nachhaltig handelt – bei dem eigenen nachhaltigen Engagement liegt die Latte allerdings teils nicht so hoch. Etwa beim Thema wiederverwendbare Verpackungen: 36 Prozent würden solche auf jeden Fall nutzen, 31 Prozent nur ohne zusätzlichen Aufwand und 23 Prozent nur dann, wenn keine Zusatzkosten entstehen.

Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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