Fjord-Trends-Bericht

Diese fünf Trends sollen 2022 Unternehmen und die Gesellschaft bewegen

Veröffentlicht: 14.12.2021 | Geschrieben von: Ricarda Eichler | Letzte Aktualisierung: 14.12.2021
Ideen für 2022

Bereits zum 15. Mal erscheint der Fjord-Trends-Bericht des Dienstleistungsunternehmens Accenture. In diesem werden fünf gesellschaftliche Trends definiert, welche nach mittlerweile zwei Jahren des Umbruchs richtungsweisend die Zukunft beeinflussen sollen. Unternehmen müssen demnach grundlegend umdenken und können an dem gesellschaftlichen Wandel nicht einfach vorbeiarbeiten. „Vor uns liegen herausfordernde Zeiten, aber auch große Chancen. Unternehmen können positive Beziehungen knüpfen und so eine Lebenswelt zum Wohl der Menschen, der Gesellschaft und des Planeten erschaffen“, kommentiert Autor Mark Curtis die Veröffentlichung in der Pressemitteilung. 

Gesellschaft im Wandel

Die neuen Wege, die die Gesellschaft durch die Pandemie gehen musste, spiegeln sich dabei nicht nur im privaten wider, sondern definieren auch die Art und Weise, wie Menschen arbeiten und Geschäfte machen. Die zentralen Trends des Fjord-Berichts machen deutlich, dass Unternehmenskultur in Zukunft mit gesellschaftlichem Wandel stärker denn je Hand in Hand gehen sollte. Die Trendthesen lauten dabei wie folgt: 

  • Come as you are: Selbstbestimmung im Kollektiv
  • The end of abundance thinking: Von der Endlichkeit der Dinge
  • The next frontier: Die Metaverse Expedition
  • This much is true: Vertrauen in unsicheren Zeiten
  • Handle with care: Fürsorge als Unternehmensversprechen

Ob es nun stärkerer Drang nach Individualismus ist, nachdem sich viele Menschen durch Lockdowns verstärkt mit sich selbst befassen mussten, oder aber die Erkenntnis, dass es auch in einer kapitalistischen Gesellschaft mal leere Warenregale geben kann. Im Kern zielen die Trends darauf ab, dass Unternehmen reaktionärer handeln müssen, um mit der Gesellschaft auf einer Wellenlänge zu bleiben.

Handlungsempfehlungen für Unternehmen

Der Fjord-Trends-Bericht gibt neben der ausführlichen Beschreibung der Wandlungsfelder auch Einblicke darin, was Unternehmen tun können, um hier nicht den Anschluss zu verlieren. Beispielsweise wird dabei empfohlen, auf die verstärkte Selbstbestimmung von Individuen mit einer engeren Unternehmenskultur zu reagieren. Mitarbeitern sowie Kunden solle vor Augen geführt werden, dass trotz des Wertes des Einzelnen die Gruppe ihre Daseinsberechtigung hat. Dies festigt Mitarbeiter- sowie Kundenbindung.

In Sachen Lieferengpässen schlägt man vor, das Thema Nachhaltigkeit zu fokussieren. Lieferungen von Neuware seien das Eine, doch die längere Lebenszeit vorhandener Produkte dient nicht nur der Umwelt, sondern erfreut letztlich auch die Kunden. Dem Metaverse gegenüber sollten Unternehmen offen sein. Eine erweiterte digitale Ebene eröffnet schließlich neue Möglichkeiten des Kundenkontaktes und folglich der Kundenbindung.

Um das Vertrauen der Kunden zu festigen, sollte man in erster Linie auf Transparenz setzen. Ein besseres Verständnis für die Kunden und deren Anliegen lässt sich durch offene Kommunikation und gezielte Datenanalysen schaffen. Schließlich empfiehlt der Fjord-Trends-Bericht, es in Sachen Fürsorge ernst zu meinen. Die Pflege von Mitarbeitern und Kunden soll vordergründig deren Wohlempfinden dienen, ohne kommerziellen Hintergedanken. Denn zufriedene Kunden kommen wieder und zufriedene Mitarbeiter bleiben. 

Den vollständigen Bericht, in englischer Sprache, findet man auf der hierfür eingerichteten Seite bei Accenture.

Über die Autorin

Ricarda Eichler
Ricarda Eichler Expertin für: Nachhaltigkeit

Ricarda ist im Juli 2021 als Redakteurin zum OHN-Team gestoßen. Zuvor war sie im Bereich Marketing und Promotion für den Einzelhandel tätig. Das Schreiben hat sie schon immer fasziniert und so fand sie über Film- und Serienrezensionen schließlich den Einstieg in die Redaktionswelt.

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