Suchmaschinenoptimierung

Google: Falsches Geotargeting treibt die Rankings nach unten

Veröffentlicht: 05.01.2022 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 05.01.2022
Google Search Console

Geotargeting ist in der Google-Suche eine sinnvolle Variable. Der Suchmaschine wird damit angezeigt, dass eine Domain für eine bestimmte Region sinnvoll ist – etwa der Webauftritt eines stationären Geschäfts oder eines Restaurants in einer bestimmten Gegend. John Müller, Search Advocate bei Google, stellt allerdings klar: Wendet man Geotargeting falsch an, dann kann es die Rankings auf eine bestimmte Region behindern, wie T3n schreibt.

Bestimmte Zielgruppe oder breites Publikum

In den SEO Office Hours am 31.12.2021 erklärte Müller das Problem anhand eines Beispiels. Dem SEO-Manager einer englischsprachigen Newsseite war aufgefallen, dass dieselben Artikel auf Schwesterseiten besser rankten als im Hauptportal, sogar wenn diese auf das Original verwiesen. Während die Hauptseite auf ein breites Publikum zugeschnitten ist, werden die Artikel auf den Schwesterseiten mit Verweis auf das Original veröffentlicht. Die Vermutung des SEO-Managers: Schädliche Backlinks oder eine Abstrafung durch Google.

John Müller sah sich die Seiten an und fand das Problem: Eine länderübergreifende Seite hatte als Zielland Pakistan angegeben. Die Google-Suche legte den Fokus entsprechend auf Pakistan und nicht auf andere englischsprachige Länder oder eine andere entsprechende Zielgruppe. Wolle man als Anbieter nun nur in Pakistan ranken, dann ist das Zielland richtig gesetzt. Wer aber internationale Rankings erzielen will, werde hier vom Geotargeting ausgebremst.

Geotargeting: Das Ziel ist das Ziel

Bei diesem Problem wird offenbar das „hreflang“-Element falsch interpretiert. Dieses ist etwas anderes als die manuelle Eingabe des Ziellandes und bezieht sich ausschließlich auf die Sprache, in der das entsprechende Dokument geschrieben ist. Google leite davon die geografische Ausrichtung höchstens ab. Geotargeting ist also ein sinnvolles Element für eine bestimmte Zielgruppe, darf aber nicht falsch eingesetzt werden, weil Google sonst nicht im Sinne des Nutzers rankt.

Die Google-Suchmaschine erfährt über Geotargeting, für welche Länder Inhalte erstellt werden und kann so die Rankings für Suchanfragen mit lokalem Bezug verbessern. Bei länderspezifischen Top-Level-Domains wie „.de“ oder „fr“ ist das Zielpublikum klar. Bei generischen Domains wie „.com“ oder „.org“ muss in der Google Search Console ein „Geografisches Ziel“ eingestellt werden, sofern man sich auf entsprechende Zielländer festlegen möchte. Dabei geht es nicht um den Ursprung oder die Sprache der Seite, sondern den lokalen Bezug, den man herstellen will.

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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