Analyse von Emax digital

Amazon-Eigenmarken wollen diese Produktkategorien erobern

Veröffentlicht: 09.02.2022 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 09.02.2022
Amazon Basics Batterien

Eigenmarken von Amazon können für das Unternehmen eine wahre Geldquelle sein. Durch die billigen Preise können die Amazon-Artikel konkurrierende Produkte teils ausstechen und ganze Kategorien dominieren, wie etwa im Bereich Batterien mit der Marke „Amazon Basics“ schon geschehen. Amazon hat bereits über 100 eigene Marken mit tausenden Produkten.

Das Amazon-Analytics-Unternehmen Emax digital hat einen Teil von Amazons Eigenmarken auf dem deutschen Marktplatz analysiert und zeigt dabei, in welche Produktkategorien die Online-Großmacht mit ihren Marken vordringen könnte. Dafür wurden eigene Analysen und Amazon-Reportings herangezogen, wie internetworld berichtet. So hat das Unternehmen unter anderem ausgewertet, wie häufig Amazon-Eigenmarken unter den drei meistgeklickten und -gekauften Produkten der 10.000 am häufigsten genutzten Suchbegriffe sind.

Amazon-Marken vor allem stark bei Elektronik, Smart Home und Kleidung

Wie sich zeigt, ist Amazon in den Kategorien „Elektronik“, „Smart Home“ und „Kleidung“ mit eigenen Marken schon stark vertreten. So liegt etwa der durchschnittliche Umsatzanteil von „Amazon Basics“-Produkten bei der Suche nach einem Staubsauger im vierten Quartal 2021 bei 20 Prozent, im Januar 2022 stieg er auf über 30 Prozent. Als Tech-Konzern mit der Sprachassistentin Alexa ist die starke Rolle in den Elektronik-Segmenten wenig überraschend. Noch dazu gehören Elektronik und Mode zu den beliebtesten und umsatzstärksten Kategorien im Online-Shopping – klar, dass Amazon hier vorne dabei sein will.

In den Kategorien „Accessoires“, „Büro“, „Gaming“ und „Schmuck“ sind Amazon-Marken im Vergleich zum Vorjahr stark gewachsen. Amazon punkte demnach vor allem bei Produkten, die mit generischen Begriffen gesucht werden, also allgemeine oberflächliche Keywords wie „Ladekabel“ etc. 

Das können Online-Händler und Markenhersteller tun

Emax digital rät daher Markenherstellern, das Ranking ihrer Produkte für generische Suchbegriffe zu beobachten und nach Amazon-Konkurrenz Ausschau zu halten. Mit einer bezahlten Suche oder Werbung auf Amazon-Produktdetailseiten können sie gegen die Eigenmarken-Offensive angehen. Starke Markenhersteller seien aber „kurz- bis mittelfristig vermutlich eher nicht in relevantem Ausmaß betroffen“, heißt es. 

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Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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