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Google+ wird nach Sicherheitspanne für Verbraucher dicht gemacht

Veröffentlicht: 09.10.2018 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 09.10.2018 | Gelesen: 2790 mal

Es hat nicht sollen sein: Mit seinem hauseigenen sozialen Netzwerk konnte Google nie jene Erfolge feiern, die Konkurrenten wie Facebook oder Twitter verzeichnen konnten. Nun soll das Social-Media-Portal geschlossen werden – das liegt jedoch nicht zuletzt auch an einer ernst zu nehmende Sicherheitspanne.

Google+ App auf einem Screen
© BigTunaOnline / Shutterstock.com

Nach dem Datenskandal im Hause Facebook werden aktuell Meldungen laut, nach denen auch das soziale Netzwerk Google+ von einer Sicherheitspanne betroffen war. Dies habe allerdings nicht erst kürzlich, sondern bereits vor drei Jahren stattgefunden, das heißt im Jahr 2015. Besonders kritisch an dem Fall: Google soll die Sicherheitslücke bereits im März 2018 entdeckt haben, aber erst jetzt mit der Verkündung an die Öffentlichkeit gegangen sein.

Betroffen waren hoch sensible Daten aus Google+-Profilen

Im Rahmen der Bekanntmachung äußerte sich Google auch zu Einzelheiten der Datenpanne: Demnach hatten unberechtigte Dritte durch eine Lücke in einer API von Google+ (genauer gesagt der Google+ People API) Zugriff auf Nutzerdaten. Alles in allem seien hoch sensible Daten von rund einer halben Million Nutzern entwendet worden, schreibt der Google Watchblog:

„Insgesamt sollen 496.951 Profile inklusive dem vollen Namen, der E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Geschlecht, Profilfotos, dem Wohnort, dem Arbeitgeber sowie dem Beziehungsstatus geleakt worden sein“, heißt es weiter. Dabei habe der Konzern explizit darauf verwiesen, dass ausschließlich Profildaten betroffen seien. Private Informationen aus den Google-Konten wurden demnach nicht entwendet.

Google kündigt Schließung von Google+ an

Die Datenpanne dürfte dabei nur das letzte Zünglein an der Waage gewesen sein, das Google dazu gebracht hat, nun auch die Schließung des 2011 gestarteten Netzwerkes anzukündigen. Google+ soll in wenigen Monaten der Stecker gezogen werden, doch wie es scheint, nur für die Verbraucher. Wie t3n nämlich berichtet, soll das Portal für die interne Kommunikation in Unternehmen auch weiterhin bereitstehen: „Die Einstellung der Verbraucherversion solle nach einer zehnmonatigen Übergangszeit Ende August kommenden Jahres abgeschlossen werden“, heißt es dort.

Dass Google+ auch ohne eine entsprechende Datenpanne kaum Chancen auf einen erhofften Durchbruch hätte, legen auch Zahlen nahe: So werde das Netzwerk momentan kaum genutzt. In Zahlen heißt das, dass rund 90 Prozent der aktuellen Interaktionen weniger als fünf Sekunden dauern.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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Kommentare  

#1 Christian 09.10.2018, 09:50 Uhr
Es war auch zu umständlich. Facebook ist da deutlich einfacher zu handhaben. Zudem bietet Google+ keinen Mehrwert.
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