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Schon wieder ein Hackerangriff: 120 Millionen Facebook-Konten sollen betroffen sein

Veröffentlicht: 05.11.2018 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 05.11.2018

Immer neue Skandale erschüttern das Image von Facebook und damit auch das Vertrauen der Nutzer: So sollen durch einen neuerlichen Hackerangriff die Daten zigtausender Nutzer entwendet worden sein.

Facebook-Logo mit Sicherheitsschloss
© TY Lim / Shutterstock.com

Die Nachrichten um Hackerangriffe auf das soziale Netzwerk Facebook scheinen nicht abzureißen. Demnach sollen sich jüngst Angreifer den Zugriff auf sensible Daten von zigtausenden Nutzerkonten verschafft haben. Die Meldungen, die auch t3n aufgenommen hat, basieren auf Angaben, „die eine unbekannte Hackergruppe gegenüber dem russischen BBC-Ableger gemacht hat“, heißt es. Zehn Cent je Account soll im Rahmen dieses Angebots jeder Zugriff gekostet haben, wobei dieses Angebot mittlerweile abgeschaltet worden sein soll.

Facebook: Zahl der erbeuteten Daten ungewiss

Über die konkrete Zahl der erbeuteten und verkauften Nutzerdaten herrscht kein Konsens: Insgesamt sollen mindestens 81.000 Facebook-Konten betroffen sein. Die Hacker hätten jedoch mit der Erbeutung der Daten von mehr als 120 Millionen Konten angegeben und deren Verkauf angedroht. Ob diese Zahl stimmt, ist nicht gewiss. Zumindest die BBC hat eine IT-Firma beauftragt, um diese Angaben zu prüfen. Bestätigt wurden die Angaben der Hacker bisher nicht – jedoch wird gemutmaßt, dass Facebook von der Erbeutung von 120 Millionen Nutzerdaten etwas hätte mitbekommen müssen.

Regional sollen vor allem Facebook-Nutzer aus der Ukraine sowie aus Russland betroffen sein. Daneben gäbe es jedoch auch britische, US-amerikanische, brasilianische und andere Nutzer, deren Daten entwendet wurden. Deutschland selbst sei im Speziellen bisher noch nicht genannt worden.

Zumindest eines hat Facebook gegenüber BBC klargestellt: Von einem Sicherheitsleck wolle das Unternehmen nichts wissen. Vielmehr seien die Hacker über Browsererweiterungen an entsprechende Daten gekommen. Der Konzern habe mittlerweile auch Kontakt zu den großen Browser-Anbieter aufgenommen, „um sicherzustellen, dass diese Erweiterungen nicht mehr zum Download verfügbar seien“, schreibt t3n weiter.

Die jüngsten Hacker-Meldungen reihen sich in einer ganze Riege an Vorfällen ein, die Facebook in den vergangenen Monaten zu schaffen gemacht hat: Erst Anfang Oktober berichteten wir zum Beispiel über eine schwere Sicherheitspanne, bei der rund 30 Millionen Nutzer betroffen gewesen sein sollen. Auch dies dürfte ein Grund sein, warum das soziale Netzwerk hierzulande immer mehr Nutzer verliert.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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