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Neuer Bezahlstandard: Das müssen Händler 2019 beachten

Veröffentlicht: 28.01.2019 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 29.01.2019 | Gelesen: 2563 mal
Starke Kundenauthentifizierung App

Ab September verlangt die EU-Zahlungsdiensterichtlinie eine starke Authentifizierung mit zwei Sicherheitsmerkmalen. Händler müssen sich auf zahlreiche Änderungen einstellen und sollten sich frühzeitig mit dem neuen Sicherheitsprotokoll 3D-Secure 2.0 und den biometrischen Authentifizierungsverfahren vertraut machen.

Starke Kundenauthentifizierung ab September Pflicht für Handel

Am 14. September treten neue technische Regulierungsstandards der Europäischen Bankenaufsicht in Kraft, welche die Sicherheit von Online-Transaktionen und Kundenkontenzugängen erhöhen sollen. Damit verbundene ist die Forderung einer starken Kundenauthentifizierung. Bis auf vom Gesetzgeber definierte Ausnahmen müssen dann alle Zahlungstransaktionen mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung abgesichert werden.

Neue Standards verbinden Sicherheit und einfache Handhabung

Gemeinsam mit der Branchenvereinigung EMVCo hat Mastercard das neue Sicherheitsprotokoll 3-D Secure 2.0 entwickelt, das die neuen EU-Standards erfüllt und gleichzeitig für den Verbraucher einfacher zu handhaben ist als das bisherige SecureCode-Verfahren. Alle Banken und Sparkassen, die eine Mastercard herausgeben, müssen ab April 2019 entsprechende Lösungen anbieten. Das Sicherheitsprotokoll ist sowohl für den Einsatz im Web als auch in Apps geeignet und unterstützt neue Technologien wie die biometrische Authentifizierung zum Beispiel per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Mit dem neuen Verfahren lassen sich Betrugsversuche und anschließende Rückbuchungen minimieren, ohne auf Sicherheit zu verzichten. Gleichzeitig ermöglicht 3-D Secure 2.0 Händlern höhere Autorisierungsraten und reduziert fälschlicherweise abgelehnte Zahlungen. Die Betrugshaftung verschiebt sich auf den Kartenherausgeber.

Frühzeitig auf neue Anforderungen einstellen

Um die neuen Authentifizierungsschnittstellen nutzen zu können, sollten sich Händler frühzeitig mit ihrem Payment Service Provider in Verbindung setzen. In der Regel lässt sich ein Upgrade auf das neue 3-D Secure 2.0 als Plug-in schnell und einfach in den eigenen Shop integrieren. Denn ab September 2019 wird es ernst: Dann müssen innereuropäische „Card not present“-Zahlungen, die nicht unter eine der diversen Ausnahmeregelungen fallen, ohne 3-D Secure-Absicherung von Kartenherausgebern abgelehnt werden. Die Übergangsphase sollte daher genutzt werden, um Erfahrungen mit dem neuen Sicherheitsprotokoll zu sammeln. Auch die Kunden sollten bestmöglich auf die neuen Verfahren vorbereitet und über die anstehenden Veränderungen informiert werden, damit nach dem Stichtag nicht unnötig viele Kartenzahlungen abgebrochen werden.

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