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Beschleunigtes Wachstum

Heidelpay übernimmt Universum Group

Veröffentlicht: 22.01.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 21.01.2019
Tablet und Zahlungskarte liegen auf einem Tisch

Bei Heidelpay gibt es eine größere Neuerung: Der baden-württembergische Zahlungsdienstleister übernimmt die Frankfurter Universum Group, die sich selbst wiederum auf Payment und insbesondere auch auf Rechnungskauf, Inkassodienste bzw. die Liquiditätssicherung gewerblicher Kunden spezialisiert hat. Bereits in dieser Woche habe das Bundeskartellamt den Plänen zugestimmt. Über die Höhe des Kaufpreises, der im Rahmen der Übernahme geflossen ist, werde man allerdings Stillschweigen bewahren.

Heidelpay beschleunigt Wachstum

Die Heidelpay Group und die Universum Group sind dabei keine Fremden; ganz im Gegenteil: In den vergangenen Jahren haben die beiden Unternehmen im E-Commerce-Bereich bereits immer enger zusammengearbeitet, sodass die Übernahme laut Universum quasi nur „der nächste logische Schritt” gewesen sei.

„Wir von Heidelpay sind Spezialisten im Bereich Payment – das ist unser Kerngeschäft. Durch die Akquisition stellen wir uns noch breiter auf und wachsen zudem schneller. Unseren Kunden bieten wir ab sofort ein ,Rundum-sorglos‘-Paket an“, kommentiert Mirko Hüllemann, CEO und Gründer von Heidelpay.

Das langfristige Ziel von Heidelpay sei es, „unsere Position im europäischen Markt als Omnichannel-Service-Provider weiter auszubauen und die Payment-Wertschöpfungskette von A bis Z und für Händler jeglicher Größe anzubieten. Unsere Kunden sollen natürlich von unserem Wachstum profitieren und mitwachsen“, sagte uns Hüllemann auf Nachfrage. Mit den Neuerungen und Entwicklungen könne man nicht zuletzt auch für Großkunden noch attraktiver werden, so die Hoffnung.

Heidelpay will den Umsatz verdoppeln

Mit Blick auf das schnellere Wachstum, das die Übernahme der Universum Group mit sich bringen soll, hat Heidelpay auch konkrete Zahlen parat: Für das laufende Jahr peilt der Payment-Dienst nahezu eine Verdoppelung des erwirtschafteten Umsatzes an und möchte auf einen Wert von etwa 90 Millionen Euro kommen. Das abgewickelte Händlervolumen soll sich im Vergleich zu 2017 verzehnfachen. Diese Ziele untermauern die Erfolge, die Heidelpay nach eigenen Angaben bereits in den vergangenen Monaten vorweisen konnte: So sei beispielsweise das Transaktionsvolumen zwischen 2017 und 2018 auf fast sechs Milliarden Euro verdreifacht worden und die Zahl der verzeichneten Transaktionen sei um 150 Prozent angewachsen.

Was das Team der Universal Group angeht, sagte uns Hüllemann weiter: „Zuallererst: Wir übernehmen alle Mitarbeiter der Universum Group. Sie sind nicht nur Spezialisten für den White Label Rechnungskauf oder für Inkasso, sondern vor allem auch ein wirklich gut funktionierendes Team mit einem enormen Level an Expertise. Dieses Potential wollen wir natürlich nicht ungenutzt lassen. Aber auch der Standort in Frankfurt bleibt erhalten, schon allein aus strategischen Gesichtspunkten. Die Marke UNIVERSUM Group mit ihren Produktmarken, wie beispielsweise Flexipay®, werden selbstverständlich in die Heidelpay Group integriert.“

Auch in der Vergangenheit hat Heidelpay Zukäufe getätigt

Der Kauf des Frankfurter Payment-Dienstleisters Universum stellt für die Heidelpay Group nur die jüngste Entwicklung der aktuellen Wachstumsphase dar: Bereits im Herbst 2017 hatten die Heidelberger gemeinsam mit dem Investor AnaCap Financial Partners den Zahlungsservice StarTec Payment & Service GmbH übernommen, der sich auf Zahlungen am Point-of-Sale spezialisiert hatte. Wenig später, das heißt Anfang 2018, folgte die strategische Übernahme des österreichischen Anbieters mPay24.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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