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Kolumne

Der Hunger war Schuld: Wie ich meine PayPal-Unschuld verlor

Veröffentlicht: 06.02.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 06.02.2019
PayPal Schriftzug

Ich bin ein großer Verfechter der Kartenzahlung und trage selten viel Bargeld mit mir rum. Bereits seit meinem 18. Lebensjahr besitze ich eine Kreditkarte, die ich in allen möglichen Lebenslagen verwende. Ich musste schon häufiger einen Laden ohne Waren verlassen, weil ich kein Bargeld bei mir hatte und die Kartenzahlung erst ab zehn Euro möglich war. Und auch Restaurants meide ich rigoros, wenn ich nicht mit meiner heiß geliebten Plastikkarte bezahlen kann. Ich bin da ziemlich stur und habe wenig Lust auf böse Überraschungen nach dem Essen, wenn ich es nicht bezahlen kann: Abwaschen ist nämlich eher nicht so meins.

Das gleich zu Beginn gesagt, habe ich mich jahrelang sehr schwer getan, mir ein PayPal-Konto zuzulegen. Ich war noch nie der Typ, der immer das gemacht hat, nur weil es die anderen getan haben. Und auch in diesem Punkt weigerte ich mich sehr lange gegen eine Mitgliedschaft. Ich habe doch meine Kreditkarte, war stehts mein Mantra. Ausgerechnet ein Freitag vor einigen Wochen sollte mich dann aber dennoch Lügen strafen.

Das Portmonee war leer, mein Magen leider auch

Es ist eine schöne Tradition bei uns in der Redaktion, jeden Freitag Mittagessen zu bestellen. Manchmal beteilige ich mich, wenn ich dann doch mal ein paar Groschen aus dem Portmornee zusammenkratzen kann. Da wir immer nur eine große Bestellung aufgeben, sammelt auch ein Kollege immer das Geld ein. Und dabei wird fast von jedem mit PayPal bezahlt ... außer natürlich von mir. Das ich deswegen schon oft das Gespött in der Redaktion war, nahm ich gelassen hin. Aber was sich liebt, das neckt sich ja.

An diesem verhängnissvollen Freitag vor ein paar Wochen wendete sich allerdings das Blatt. Mein Magen war leider genauso leer wie mein Portmonee, mitbestellen fiel also flach. Allerdings sollte mir diese Niederlage das ganze Wochenende nicht aus dem Kopf gehen und schließlich beugte ich mich den Aufforderungen meiner Kollegen und meldete mich bei PayPal an. 

Und was soll ich sagen? Am Montag drauf wurde ich nicht nur von meinen Kollegen ein klein wenig gefeiert, weil ich scheinbar das letzte Einhorn war und nun doch zur dunklen Seite übergelaufen bin, ich musste seither auch nie wieder Hunger leiden wenn es um die freitäglichen Bestellungsrunden geht. Ich werde natürlich dennoch nicht meine Langzeitbeziehung zwischen mir und meiner Kreditkarte aufgeben, aber manchmal ist es doch auch schön, mehrere Optionen zu haben.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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Kommentare  

#3 Redaktion 2019-02-07 17:22
Hallo Frau Naethbohm,

vielen Dank für Ihre Nachricht und die Darstellung Ihrer Sichtweise. Der Beitrag ist lediglich ein Meinungsartikel und soll meine Sichtweise darstellen und weder ein amerikanisches noch deutsches Unternehmen propagieren.

Viele Grüße
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#2 Kurt Kottan 2019-02-07 17:01
Hallo Frau Flemming

ich bin beruflich viel international gereist (Europa, USA) und benutze (nun im 'Seniorenzustan d')immer noch mehrere Kreditkarten, Paypal, Paydirekt, EC. Mit einer Ausnahme, auf die ich noch eingehe, erlauben mir meine Karten und das 'amerikanische' Paypal, alle Zahlungen , heute meistens online,sehr flexibel durchzuführen, online-Kredite zu nutzen, Software in USA zu bestellen, usw. Keine online Angriffe seit ca. 1998 zu verzeichnen, wohl habe ich betrügerische Hotel-Angestell te erlebt die meine Karten-Daten an Chinesen verkauften (London). Paydirekt, die deutsche 'Alternative' zu Paypal, ist vergleichsweise lächerlich in ihrer Leistung und hält keinem Vergleich stand.Falls Sie was bei Ebay verkaufen , sollten Sie von Paypal Abstand nehmen und auf EC - Zahlung umschalten. Der Grund ist, das ich mich dem Kunden (der mir was privat abkauft), ausliefere insofern das der Kunde/die Kundin nach erfolgter Abwicklung auch unverschämte Nachforderungen wie Zusatzrabatte etc. fordern kann mit der Folge dass der Account gesperrt bleibt, oft Wochen.Aber das ist der Sonderfall den man kennen muss.
Zusammengefasst: Ich bin begeisterter online Nutzer, Kreditkarten-Nu tzer. Im übrigen ist es zwar möglich bei Amazon, Ebay, Netflix auch mit 'nur' seinem IBAN Konto zu landen, aber mit einer Kreditkarte, besser zweien, wird das Leben leichter.

Mit freundlichen Grüßen

Kurt Kottan
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#1 Dr.Edda Naethbohm 2019-02-06 17:30
Guten Tag Frau Flemming,
warum propagieren Sie hier ein amerikanisches Unternehmen. Es gibt auch Online-Bezahlsy steme mit Sitz in Deutschland - deutscher Datenschutz!!
Im übrigen benutze ich grundsätzlich im privaten Bereich ausschließlich Bargeld oder auf Rechnung. Meine EC-Karte nutze ich im Jahr maximal pro Jahr 1-2 mal und dies nur in Ausnahmefällen. Meine "Daten" sind meine. Es geht niemand was an, wo, wann, wie oft ich an welcher Tankstelle war oder bei welchem Lebensmittelhän dler oder in welchem Restaurant ich wann wie oft gegessen habe.
Desweiteren das propagieren zum >bargeldlosen< Zahlen, halte ich für kritisch. Was passiert, wenn die Karte aus welchen Gründen nicht funktioniert? Bis die neue kommt in drei Wochen, bin ich dann verhungert. Was passiert wenn aus welchen Gründen auch immer ein Systemausfall besteht? Wie war das nochmal schnell mit dem Stromausfall am Hamburger Flughafen?!? und 10 Tage später in Brüssel?!?
Nicht, daß Sie mich falsch verstehen. Ich bin sehr technikaffin; aber es gibt da auch Sicherheitsaspekte.

Mit freundlichen Grüßen
Dr.Edda Naethbohm
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