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Mobile Payment

Die Sparkassen wollen Apple Pay nun auch einführen

Veröffentlicht: 26.02.2019 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 26.02.2019 | Gelesen: 1242 mal
Google Pay Apple Pay

Ende 2018 startete Apple Pay in Deutschland und die Sparkassen mussten viel Kritik dafür einstecken, dass sie den Mobile-Payment-Dienst nicht anbieten. Der überraschend erfolgreiche Start des Angebots hat die Sparkassen aber nun offenbar zum Umdenken bewogen. Derzeit prüfen die Sparkassen die Einführung von Apple Pay, parallel zur eigenen Bezahl-App, so das Handelsblatt. Gegenüber der DPA erklärte ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV): „Die Sparkassen und Landesbanken in Deutschland arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Zahlungslösungen für ihre Kunden. In diesem Zusammenhang führen wir sehr positive Gespräche mit Apple, um herauszufinden, wie wir Apple Pay für alle unsere Kunden einführen können“.

Die technische Architektur hinter Apple Pay biete Verbrauchern eine sichere und private Lösung, „die für unsere Kunden von Interesse ist“, so der DSGV-Sprecher weiter. Fraglich ist, ob bei einer Kooperation zwischen Apple und Sparkassen auch die Girocard eingebunden würde. Fraglich ist außerdem, wie die Vorbehalte der Sparkassen gegenüber Apple aus dem Weg geräumt werden. Sparkassen und Genossenschaftsbanken entschieden sich zum Start auch gegen Apple Pay, weil Apple den Zugriff auf den NFC-Funkchip im Vergleich zu Google stark erschwert.

Kooperation alternativlos

„Wir haben zum Marktstart unserer Lösung bewusst auf Android gesetzt, da rund 80 Prozent der Handybesitzer in Deutschland ein Gerät mit diesem Betriebssystem besitzen“, so der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) gegenüber dem Handelsblatt. Nach DSGV-Angaben werden die Sparkassen-eigenen Google-Payment-Angebote mittlerweile von über 360 der insgesamt 384 deutschen Sparkassen und von 514 der etwa 900 Genossenschaftsbanken angeboten.

Apple Pay ist seit dem vergangenen Dezember in Deutschland verfügbar und legte offenbar einen überraschend guten Start hin. Apple untersagte den teilnehmenden Banken zwar, genaue Nutzerzahlen zu veröffentlichen, doch die ungefähren Größenordnungen deuten darauf hin. Comdirect sprach im Januar von Registrierung im knapp sechsstelligen Bereich, der Kreditkartenbestand der Deutschen Bank – die Kreditkarte ist für die Nutzung notwendig – ist seit dem Start von Apple Pay um sieben Prozent gestiegen. Die Hypovereinsbank sah ein „wesentlich größeres Interesse als bei anderen Produkteinführungen“.

Die Sparkassen haben sich also nicht nur die Kritik zu Herzen genommen, sondern sehen auch die Erfolge, die Apple Pay derzeit erzielt. Wann Sparkassen-Kunden Apple Pay tatsächlich nutzen können, ist allerdings offen.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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Kommentare  

#1 Reiner 26.02.2019, 12:11 Uhr
Ich finde es schade, dass die Sparkassen und Banken nicht fähig sind, ein deutschlandweit es, oder europaweites Online-, und mobiles EURO-Zahlsystem zu entwicklen nur für den europäischen Markt. Mit Apple-Pay und dem jetzt schon dominierenden PayPal laufen alle Transaktions-In fos über die USA. Datenschutz können wir damit abschreiben...
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