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Dominanz der US-Bezahlanbieter

Bundesbank sieht Gefahr durch Bezahlsysteme von PayPal, Google & Co.

Veröffentlicht: 15.04.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 15.04.2019
Mit einer Bezahlkarte am Laptop

Viele US-amerikanische Unternehmen versuchen hierzulande, mit ihren eigenen Bezahlsystemen Fuß zu fassen oder ihre Basis zu festigen: Zahlungsdienste wie PayPal, Amazon (bzw. Amazon Pay), Google Pay oder Apple Pay kämpfen um Anteile im Payment-Bereich und sind auch in immer mehr Online-Shops oder bei stationären Partnern verfügbar.

Bundesbank sorgt sich um Stabilität der hiesigen Finanzbranche

Während sich für die Kunden dadurch die Vielfalt rund um Zahlungsoptionen verbreitert, sieht die Bundesbank diese Entwicklung durchaus kritisch und sogar als echte Gefahr für die Payment-Branche:

„Es kann uns als Bundesbank nicht gleichgültig sein, wenn große Technologiekonzerne wie Apple, Google, Paypal und Amazon mehr und mehr die Kundenbeziehung übernehmen und den Banken lediglich noch die Rolle des Zahlungsabwicklers im Hintergrund bleibt“, kommentiert Burkhard Balz, Vorstand der Bundesbank, gegenüber der Welt am Sonntag.

Für den Fall, dass es durch die Dominanz der US-amerikanischen Bezahldienstleister bei den hiesigen Banken zu Ertragsausfällen komme, müsste man sich die Frage stellen, „was dieses für die Finanzstabilität bedeuten könnte“, so Balz weiter.

Eigene, europäische Bezahl-Alternative als Lösung

Um den kritischen Entwicklungen in der Finanzbranche – und damit auch PayPal, Apple, Amazon und Co. – etwas entgegen bringen zu können, seien auch die hiesigen Anbieter selbst gefragt: Bundesbank-Vorstand Balz appelliere daher „mit Nachdruck“ an eine eigene, das heißt europäische, Alternative zu den amerikanischen Payment-Optionen: „Mein Appell an die Branche ist: Überlegt euch, mit welchen Produkten ihr auf die Angebote von Apple & Co. antworten wollt“, wird er weiter von der Welt zitiert. Entsprechende Angebote würden vonseiten der Bundesbank unterstützt.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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Kommentare  

#6 Peter 2019-04-15 18:58
Liebe Bundesbank,

da haben die Banken wohl die Zeit verpennt und hätten wesentlich früher in die Puschen kommen sollen und nicht in 2008 die Finanzkrise provozieren. In 2008 wurde Paypal bei Ebay z.B. verpflichtend.
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#5 Hans 2019-04-15 09:54
Solange weiterhin jede Bank versucht eine schlecht umgesetzte Insellösung auf den Markt zu werfen, um maximalen Profit für sich selbst zu erwirtschaften, wird das ganze auch weiterhin scheitern.

Ein Beispiel wie man es nicht machen sollte: "Mobiles Bezahlen" App der Sparkassen: 8 Monate nach Start bei der Hamburger Sparkasse immernoch nicht verfügbar. Und dann wundert sich die Bundesbank warum alle Google / Apple Pay und co nutzen.
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#4 gunnar 2019-04-15 08:36
hallo
wollt ihr nicht mal die unzuverlässigke it der deutschen post irgendwie ansprechen.?
meine bekannte hat echte probleme mit den sendungen.
berlin wird nur noch 4 briefe von 10 zugestellt.
egal ob brief, warenpost ( angeblich ja mit zustellnachweiß ) oder prio.
viele sendungen gehen schon in der ersten sortierstation in bremen verloren.
seltsamer weise finden sie die ware auch nicht wieder.
sie sendet aber immer bilder usw mit.
und es sind sachen die nicht täglich dort verschwinden.
dabei verpackt sie alles gut geschützt und klebt die kleinen sachen sogar im brief fest.!
die post sendet für die nachforschung dann eine bestätigung und pünktlich nach 10-14 tagen ,, tut mir leid, nichts ergeben.
versenden sie doch als paket oder so.
jetzt wo sie wieder ca 10 nachforschungen gestellt hat, immer mit angaben ob brief oder mit versandnummer , dazu angaben was es ist, usw .
da schreiben die dann frech ne email ,, bitte senden sie uns : Bitte teilen Sie uns hierfür folgende Daten mit:

- Zustelldatum der Sendung ( verarschung = einlieferung, zustellung ist ja nicht erfolgt )
- genauer Einlieferungsor t der Sendung ( angegeben )
- Format der Sendung ( kann man nur schätzen, da sie 8 verschiedene maße hat )
- genaue Beschreibung des fehlenden Abzeichens ( angegeben )
- Ihre Kontaktdaten (falls wir noch Fragen haben) ( angegeben über firmenkopf usw ).

so wollen die wohl solange schreiben , das die einlieferer mehr zeit damit verbringen und freiwillig aufgeben.

viele grüße
gunnar

PS: habt ihr im büro kein tageslicht ? :-)) oder macht euch der fotograph euch alle etwas blass. :-))
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#3 Ingo Scharp 2019-04-15 08:31
Wenn man den Anschluss verpasst, sind immer andere daran Schuld.
Obwohl wir auf unseren eigenen Shop auch den Kauf auf Rechnung anbieten,
bezahlen viele per Paypal. Wir wollten auch Giropay anbieten jedoch ist
auch 2018 unsere Hausbank damit noch überfordert. "Wir können das zwar anbieten,
wissen aber nicht wie". -> "Wir machen den Weg frei"...
Deutschland bzw. der EU fehlt es an einen eigenen Großen Markplatz, vorher braucht
man sich keine Gedanken um eigene Bezahlsysteme machen.
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#2 gunnar 2019-04-15 08:23
wie soll das eu zusammenspiel klappen.?
und was wollen die banken dann an gebühren nehmen.?
es wird wie bei den meisten online dingen doch wieder 50 verschiedene gesetze, zig verschiedene anlaufstellen, zig verschiedene sprachprobleme usw geben.
der vorteil großer firmen ist, sie haben einen chef und vielleicht 10 aufsichtsräte.
hier in der eu hätten wir dann wieder 100 chefs und 1000 aufsichträte.
wie heißt es so schön ,, viele köche verderben den brei ,,
wobei paypal und alle anderen ja auch schon einen kleinen link haben, wo selbst für das abbuchen auf das eigene bankkonto gebühren fällig werden.
da macht man nicht, wenn man das nicht auch irgendwann machen will.
wir können uns also in der zukunft auf ordentlich zusätliche gebühren freuen.
und alle wollen ein gebührenfreies girokonto, zahlen aber masse an € gebühren für bezahldienste ??!!

da fallen mir auch die krankenkassen zu ein.
wieviele milliarden hätte man mehr für behandlungen über, wenn man nur 1 krankenkasse und nur einen vorstand hätte, die werbung dann sparen könnte usw . garantiert auch richtig zig milliarden.
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#1 Achim 2019-04-15 08:19
Unsere Banken wollen das doch scheinbar so. Stellenabbau, Filialschließun gen, Fusionen, etc.

Wenn der Service der minimiert wird, die Kosten für den Kunden maximiert werden, dann muss sich keine Bank wundern, wenn es irgendwann mal vorbei ist.
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