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PWC-Studie zum Mobile Payment

Deutsche haben die größte Skepsis gegenüber Handy-Zahlungen

Veröffentlicht: 16.10.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 16.10.2019
Mobiles Bezahlen mit dem Handy

Es gibt Länder, in denen das Bezahlen via Smartphone längst zum Alltag gehört – und es gibt Deutschland. Wenn man hierzulande sagt, dass das mobile Bezahlen noch in den Kinderschuhen steckt, könnte man fast von einer Untertreibung sprechen. Denn in keinem anderen Land in Europa sind die Vorbehalte gegenüber Smartphone-Zahlungen so groß wie in Deutschland. Dies belegt eine neue Studie der Unternehmensberatung PWC.

Deutschland hinten, Schweden vorn

Im Rahmen einer Befragung von insgesamt 2.500 Menschen in zehn europäischen Ländern wurde festgestellt, dass Ende 2018 lediglich fünf Prozent der Deutschen zum Bezahlen ihr Smartphone nutzten. Wie es in einer dpa-Meldung bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung heißt, ist dies laut der nun veröffentlichten Studie der niedrigste Wert – und zwar europaweit.

Ganz anders sieht es etwa in Schweden aus: Das skandinavische Land ist beim mobilen Bezahlen in Europa Spitzenreiter. Dort gab ein Drittel der Befragten an, das Smartphone schon zum Bezahlen genutzt zu haben.

Mobile Skepsis hält wohl auch in Zukunft an

Dass sich an den Vorbehalten der Deutschen gegenüber dem Mobile Payment so schnell etwas ändert, ist nach den Studienergebnissen eher unwahrscheinlich: Fast sechs von zehn Deutschen (58 Prozent) gaben im Rahmen der PWC-Befragung an, keinen Grund zu sehen, „der ihnen in Zukunft das mobile Bezahlen schmackhaft machen könnte. Der Anteil von Skeptikern lag damit über dem jedes anderen teilnehmenden Landes“, heißt es weiter.

Die größte Sorge machen sich die Skeptiker dabei um persönliche, sensible Daten, die an Finanzdienstleister übermittelt würden. Diese Vorbehalte sind übrigens kein deutsches Phänomen, denn auch in anderen Ländern, wie etwa Frankreich, sind die Verbraucher abgeneigt, ihre sensiblen Daten weitergeben zu wollen: „So erklärten mehr als zwei Drittel der Deutschen und sogar drei Viertel der befragten Franzosen, sie würden ihre Daten mit niemandem teilen wollen, auch wenn sie dafür mit finanziellen Anreizen oder zusätzlichen Dienstleistungen belohnt würden.“

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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Kommentare  

#1 Felix Bauerschäfer 2019-10-16 08:54
Finde die Skepsis teils berechtigt, da wir Banken/Finanzdi enstleitern schon sehr viele Daten bei Unternehmen wie Google, Apple, Samsung, PayPal hinterlegen. Sollten wir nicht noch mehr Daten über uns Preisgeben. Wer weiß was damit für Schindluder getrieben wird in der Marketing-Branc he natürlich erstmal für automatisierte Personaliserte Werbung, weiter für direkt Empfehlungen und direktkäufe basierend auf der Käuferhistorie.

Zum anderen kann man das ganze auch über dritte Unternehmen wie PayPal abrechen, dass hört sich im ersten Momente gar nicht mal so schlimm an, hier gebe ich ja nur indirekt meines PayPal-Kontos weiter. Doch ich glaube hier Stimme ich den meisten zu, man sollte hier mit vorsicht vorgehen.

Hatte im für mich Privat schon einmal mit Google Pay bezahlt im Einzelhandel (C&A), funktioniert per NFC wie versprochen und ist sehr flott man muss zwar noch sein Gerät entsperren. Doch ob der Griff an die Brieftasche so viel ferner liegt, ist halt wirklich fraglich, bei Zeiten in denen Kredit- und Debitkarten Standard sind jeder eine Visakarte mit sich trägt.
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