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Der frühe Vogel

Ex-Wirecard-Chef Markus Braun erneut in Haft

Veröffentlicht: 23.07.2020 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 23.07.2020
Wirecard-Karte brennt

Die Skandale um den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard reißen nicht ab: Nun hat die Staatsanwaltschaft München den ehemaligen Vorstandschef Markus Braun erneut festgenommen. Es sei ein neuer, erweiterter Haftbefehl gegen den Ex-Chef erlassen worden, erklärte eine Sprecherin dem Spiegel zufolge. Neben Braun seien noch zwei weitere ehemalige Vorstände festgenommen worden – unter anderem auch der bis 2017 berufene Finanzvorstand von Wirecard. 

Die drei ehemaligen Manager seien festgenommen worden, weil die Tatvorwürfe „ganz erheblich“ erweitert worden seien. Die drei Vorstände sollen seit 2015 die Bilanzsumme und das Umsatzvolumen von Wirecard durch vorgetäuschte Einnahmen aufgebläht haben. Die umfassende Aussage eines Kronzeugen habe darauf schließen lassen. Durch die geschönigte Bilanz hätten die Vorstände tatsächliche Verluste verschleiern wollen.

Durch die aufgeblähte Bilanz habe das Unternehmen sich attraktiver machen wollen, „um so regelmäßig Kredite von Banken und sonstigen Investoren zu erlangen und daraus fortwährend eigene Einkünfte zu generieren“, so die Staatsanwaltschaft laut Heise Online weiter. Wirecard habe mit den geschönten Zahlen Banken in Deutschland und Japan sowie weitere Investoren täuschen können – und so Kredite in Höhe von 3,2 Milliarden Euro erhalten. Dieses Geld sei aufgrund der Insolvenz des Unternehmens „höchstwahrscheinlich verloren“. 

Der ehemalige Chef der Wirecard-Tochter Cardsystems Middle East befindet sich ebenfalls noch in Untersuchungshaft. Von Jan Marsalek, dem ehemaligen Wirecard-COO und einer zentralen Figur im Bilanzskandal, fehlt weiterhin jede Spur. Er soll sich Medienberichten zufolge in Russland oder Weißrussland aufhalten. 

Rakuten Advertising: Neues Marketing-Unternehmen gestartet

Der japanische Online-Konzern Rakuten hat in Deutschland das Marketing-Unternehmen Rakuten Advertising gestartet. Damit sollen Marken, Werbetreibende und Agenturen erstmals die Rakuten-Medien nutzen können, die den Zugang zu Customer Insights und dem Performance-Marketing-Ökosystem von Rakuten bieten. 

Das neue Unternehmen vereine verschiedene Bereiche von Rakuten Marketing mit den Einblicken von Rakuten Intelligence und einer Reihe von globalen Medien. So sollen Marken „ein breites Publikum entdecken und dauerhafte Beziehungen aufbauen können“, erklärt Rakuten

Kein offizieller Sommerschlussverkauf wegen Corona

Die Coronakrise sorgt dafür, dass in diesem Jahr kein offizielles Datum für den Sommerschlussverkauf ausgerufen wird, berichtet die Internet World. „Das liegt daran, dass in der Krise jedes Unternehmen einen individuellen Weg finden muss“, erklärt Axel Augustin, Sprecher des Handelsverbands Textil (BTE), der den Zeitpunkt für die sommerliche Rabattschlacht traditionell vorschlägt. „Natürlich gibt es jetzt schon Rabatte in vielen Geschäften. Aber gerade an kleineren Standorten sind Händler auch darum bemüht, die Saison noch ein wenig zu verlängern.“

Der Sommerschlussverkauf war bis 2009 gesetzlich geregelt, seitdem können Einzelhändler Rabattaktionen frei gestalten. Der BTE hat aber an seiner Tradition festgehalten, jedes Jahr einen Termin für den SSV zu nennen.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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