Der frühe Vogel

Klarna lässt Kunden jetzt in allen Online-Shops später bezahlen

Veröffentlicht: 09.12.2021 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 09.12.2021
Mockup: Klarna Browser-Erweiterung

Klarna hat eine neue Browser-Erweiterung gestartet, die es Kunden ermöglicht, mit den Zahlungsoptionen des schwedischen Payment-Dienstleisters in allen Online-Shops zu bezahlen – unabhängig davon, ob es sich bei dem Händler um einen Partner von Klarna handelt. Zudem ermögliche es die Klarna Browser-Erweiterung, dass Coupons und Cashback-Angebote automatisch zu den Einkäufen hinzugefügt werden. So sollen Kunden Zeit und Geld sparen, verspricht der Anbieter.

Über die Browser-Erweiterung sollen die Kunden auf verschiedene Funktionen zugreifen können, die sie auch aus der Klarna-App kennen. So lassen sich virtuelle Visa-Karten zur einmaligen Nutzung erstellen, um Einkäufe durchzuführen. Kunden können zudem Artikel speichern und sich über Preissenkungen benachrichtigen lassen. Beim Einkauf sollen Coupon-Codes und Cashback-Angebote automatisch hinzugefügt werden.

Klarna zufolge profitieren Händler durch die neue Browser-Erweiterung, weil sich die Zahl der Warenkorbabbrüche so reduzieren lässt und das Einkaufserlebnis verbessert werde. Die Browser-Erweiterung spare den Kunden „nicht nur wertvolle Zeit und Geld, sondern steigert auch das Engagement und die Bindung zum Händler – unabhängig davon, ob diese bereits Klarna-Partner sind oder nicht“, erklärt Nicholas Mahalec, Product Director bei Klarna. Händler sollen so auf die wachsende Kundenbasis des Payment-Anbieters zugreifen können.

Die Klarna Browser-Erweiterung ist bisher für Google Chrome und Microsoft Edge verfügbar. Zeitnah will Klarna die Erweiterung auch für Firefox und Safari verfügbar machen. Zunächst können Kunden in Deutschland, den USA, Großbritannien und Frankreich auf die Funktion zugreifen. Die übrigen Märkte, in denen Klarna vertreten ist, sollen bald folgen.

Börsengang denkbar: Momox wird zur AG

Das Re-Commerce-Unternehmen Momox hat seine Rechtsform zum 2. Dezember 2021 von einer GmbH zu einer Aktiengesellschaft geändert. Es sei „der nächste logische Schritt in der mittlerweile fast 20-jährigen Unternehmensgeschichte“, erklärt das Unternehmen. Zudem bereite Momox sich damit darauf vor, in Zukunft auch einen Börsengang durchführen zu können. „Ein IPO ist jedoch nicht geplant“, heißt es. 

Im Zuge der Umwandlung der Rechtsform wurden der Geschäftsführer Heiner Kroke zum Vorstandsvorsitzenden und Christian von Hohnhorst, Co-Geschäftsführer und Chief Finance Officer, in den Vorstand berufen. Die Aufgaben und Verantwortung der beiden solle sich aber nicht ändern.

GfK-Studie: Die Kaufkraft der Deutschen soll 2022 deutlich zulegen

Im kommenden Jahr soll die Kaufkraft der Deutschen einer Studie des Marktforschungsunternehmens GfK um etwa 1.000 Euro steigen. Damit betrage die Kaufkraft pro Kopf voraussichtlich 24.807 Euro, wie die GfK der Zeit zufolge mitteilte – was einem Anstieg von 4,3 Prozent im Jahresvergleich entspreche. Begründet werde diese Entwicklung durch steigende Löhne in vielen Branchen, eine Erhöhung der Rente und Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie.

Zwischen den Bundesländern erwartet die GfK aber deutliche Unterschiede. Während die Kaufkraft in Bayern, Hamburg und Baden-Württemberg über 26.000 Euro liegen werde, haben die Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern eine Kaufkraft von nur 21.707 Euro, was 88 Prozent des Bundesdurchschnitts beträgt. Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen liegen ebenfalls unter der 22.000-Euro-Marke, so die GfK.

Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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