Der Frühe Vogel

PayPal zieht sich aus Russland zurück

Veröffentlicht: 07.03.2022 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 29.06.2022
PayPal-Logo auf einer Wand

Der Angriffskrieg, den Russland gegen die Ukraine führt, hat auch wirtschaftlich für zahlreiche Unternehmen direkte Auswirkungen – viele haben den hauseigenen Geschäften auf dem russischen Markt mittlerweile eine Absage erteilt, stellen Produktion und/oder Verkauf dort ein bzw. haben einen Exportstopp für das Land verhängt. Nachdem bereits große Konzerne wie Apple, Ikea oder die Google-Mutter Alphabet entsprechende Maßnahmen verkündet haben, zieht nun auch der Payment-Dienst PayPal nach.

Dieser habe seine noch vorhandenen Dienste in Russland jetzt aufgrund des Ukraine-Krieges gestoppt: Da PayPal sein inländisches Geschäft in Russland bereits vor einiger Zeit, nämlich Mitte 2020, eingestellt hat, sind von den aktuellen Restriktionen unter anderem die internationalen Überweisungen betroffen, heißt es in einer dpa-Meldung bei der Zeit. Kunden in Russland werden noch für eingeschränkte Zeit die Möglichkeit haben, Guthaben von PayPal-Konten abzubuchen.

„Paypal unterstützt das ukrainische Volk und verurteilt gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft Russlands gewaltsame militärische Aggression in der Ukraine“, wird Unternehmenschef Dan Schulman zitiert. In der Ukraine zeigte man sich erfreut über den Schritt von PayPal: „Vielen Dank @PayPal für Ihre Unterstützung!“, schrieb Mykhailo Fedorov, der in der Ukraine unter anderem das Digitalministerium führt, auf Twitter.

 

Amazon-Händler sind besorgt über die Dominanz bezahlter Suchergebnisse

Der US-Anbieter Jungle Scout, der sich auf Such- und Marktanalysen spezialisiert hat, gibt in einem neuen Report tiefere Einblicke in die Marktplatz-Welt von Amazon: Informationen von rund 3.500 Unternehmen aus 17 Ländern wurden dabei als Grundlage für den resultierenden „State of the Amazon Seller“-Report verwendet. Es zeigt sich: Knapp die Hälfte (45 Prozent) konnten zwischen 2020 und 2021 ihre Gewinne steigern. Und fast alle der betrachteten Drittanbieter – nämlich 95 Prozent – wollen ihre Aktivitäten im laufenden Jahr erweitern.

Dabei scheinen die Prognosen bei zwei Dritteln auch positiv zu sein: 76 Prozent der Händler werden im laufenden Jahr nach eigenen Angaben wohl profitabel sein werden, was besonders mit Blick auf die aktuellen Lieferprobleme hervorzuheben ist. Außerdem hat der Report herausgefunden, dass ein Drittel der Anbieter (32 Prozent) die Ausgaben für Marketing und Werbung 2022 hochschrauben möchte. Grundsätzlich zeigen sich zwei von drei Unternehmen (67 Prozent) besorgt, „dass Amazon die Suchergebnisse so verändert, dass bezahlte  Ergebnisse gegenüber organischen Ergebnissen deutlich bevorzugt werden“, berichtet die InternetWorld.

Als weitere Ergebnisse des Reports gelten etwa Erkenntnisse rund um die Versandkosten: 64 Prozent der Amazon-Marktplatzhändler sehen steigende Kosten für den Versand als wichtigen Aspekt rund um ihre Geschäfte. 

Facebook wird von Russland blockiert 

Facebook hat in jüngster Vergangenheit in Osteuropa einige Änderungen vorgenommen: Nach der russischen Invasion hatte der Konzern etwa Maßnahmen ergriffen, um Nutzer in der Ukraine zu schützen, etwa indem sie ihre Profile abriegeln und geteilte Inhalte sowie das Profilbild so einstellen konnten, dass diese nur noch von Freunden einzusehen sind. Zudem hatte Facebook auch Seiten russischer Staatsmedien gesperrt und verlauten lassen, dass man verhindern wolle, dass russische Staatsmedien mithilfe von Anzeigen des Netzwerks Geld verdienen, heißt es bei t3n.

Als Reaktion auf diese Maßnahmen hat Russland nun seinerseits reagiert und das Social-Media-Portal blockiert. Zuvor war Facebook vor Ort bereits verlangsamt worden. Russland selbst spricht von „Diskriminierung russischer Medien“, auf die nun reagiert wurde.

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Über die Autorin

Tina Plewinski
Tina Plewinski Expertin für: Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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