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Kein Kundenwunsch: Amazon schmettert Paypal-Kooperation ab

Veröffentlicht: 27.01.2016 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 27.01.2016

Als die Pläne der Trennung von Ebay und Paypal Ende 2014 bekannt wurden, kam es schnell zu Spekulationen, dass der Payment-Dienst mit Amazon kooperieren könnte. Diese Idee hat Amazon nun eindeutig abgeschmettert.

Geschäftsmann mit abweisender Geste

(Bildquelle Ablehnung: Imilian via Shutterstock)

Amazon hat Spekulationen, dass das Unternehmen mit dem Payment-Anbieter Paypal zusammenarbeiten und die Bezahloption auf seiner Plattform künftig anbieten könnte, zurückgewiesen. Die Begründung des Online-Händlers ist dabei eindeutig: Die eigenen Kunden hätten gar nicht das Bedürfnis nach Paypal als Zahlungsmittel. „Es ist ganz einfach: Amazon beginnt bei dem Kunden“, erklärte Patrick Gauthier, Vice President Amazon Payments, im Interview mit CNET. „Wenn unsere Kunden danach verlangt hätten, dann wäre es auf Amazon längst verfügbar.“

Während eine solche Kooperation viele Kunden wahrscheinlich stärker zur Nutzung von Paypal gebracht hätte, seien die Vorteile für Amazon selbst wenig offensichtlich. „Wieso sollten wir die Kauferfahrung komplizierter gestalten als sie sein muss?“, so Gauthier, der vor seiner Zeit bei Amazon sogar selbst bei Paypal als Manager tätig war.

Amazon hat großes Potenzial im Payment-Sektor

Für Amazon, das selbst an einem eigenen Payment-System arbeitet und dieses auch schon anbietet, wäre eine Kooperation mit Paypal ohnehin ein Bündnis mit einem Konkurrenten. Eine Vorstellung, die nicht wirklich zu Amazon passt. Gauthier zufolge sollen mehr als 23 Millionen Kunden den Service „Bezahlen mit Amazon“ nutzen. Die Funktion ermöglicht es Kunden, auch in anderen Online-Shops mit ihren Amazon Login-Daten zu bezahlen.

Im Vergleich zu Paypal ist diese Zahl wenig beeindruckend. Der Payment-Anbieter hat 173 Millionen aktive Accounts. Aber Amazon hat einen deutlichen Vorteil in der Hinterhand: Das Unternehmen hat mehr als 294 Millionen Kunden weltweit, die ohne weiteren Aufwand „Bezahlen mit Amazon“ nutzen könnten. Und auch wenn Amazon keine absoluten Zahlen darüber herausgibt, wie viele Händler diese Bezahloption anbieten: Gauthier zufolge sei ihre Zahl im Jahr 2015 um satte 200 Prozent gestiegen. Und auch in diesem Jahr soll es so weitergehen.

Kommentare  

#2 Tobias 2016-01-28 12:55
@ Peter

als wenn dies Amazon nicht tun würde... wie schön die Rose Brille mancher Kommentatoren ist....
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#1 Peter 2016-01-28 10:51
Das wäre ein Rückschritt für Amazon, wenn sie sich auf das Risiko Paypal einlassen würden. Das schlechte Geschäftsgebare n von Paypal, die willkürlich Gelder bis zu 180 Tagen sperren, ohne Grund, einfach Geld zurückhalten und sogar an Käufer erstatten OHNE, dass ich als Verkäufer darauf einwirken kann, das geht gar nicht.
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