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Payment-Dienstleister Klarna bringt seinen Service in den stationären Handel

Veröffentlicht: 04.05.2016 | Autor: Julia Ptock | Letzte Aktualisierung: 04.05.2016 | Gelesen: 3603 mal

Klarna gehört zu den etablierten Payment-Dienstleistern im E-Commerce. Nun wagen die Schweden den nächsten Schritt und wollen noch in diesem Monat ihren Service stationären Händlern zur Verfügung stellen. Damit eröffnet sich für Klarna ein enorm großer Markt.

Frau bezahlt mit NFC Technologie

(Bildquelle NFC: LDprod via Shutterstock)

Am heutigen Mittwoch gab Klarna bekannt, dass man noch diesen Monat seinen Payment-Service stationären Händlern zur Verfügung stellen will. Wie das Wall Street Journal berichtet, erlaubt der Schritt in den stationären Handel Klarna das Bedienen eines größeren Marktes. Denn bisher deckt Klarna nicht einmal zehn Prozent des Online-Handels in den westlichen Ländern ab, in denen das schwedische Unternehmen präsent ist.

Stationärer Handel mit viel Potenzial

In einem Interview sagt Klarna Co-Gründer und Chief Executive Sebastian Siemiatkowski, dass man von dem Offline-Angebot erwartet, dass das es möglicherweise über das Online-Angebot hinauswachsen könnte.

Allerdings muss sich Klarna auch im stationären Handel einer namenhaften Konkurrenz stellen. Neben alteingesessenen Banken sind es vor allem Payment-Schwergewichte wie Apple, Samsung und Google, die sich bisher mit ihren Lösungen mehr oder weniger – und vor allem in den USA –  etablieren konnten. Der Service, mit dem Klarana stationär durchstarten will, wird im Großen und Ganzen Online-Transaktionen nachahmen. Im Rahmen des geplanten Services sollen die Kunden den Händlern ihre Handy-Nummer zur Verfügung stellen. Wenige Sekunden später erhalten die Kunden dann eine SMS mit einem Link zu Klarnas Online-Portal, worüber dann die Bezahlung abgewickelt werden soll. Neben der SMS-Lösung testet Klarna laut Siemiatkowski aber auch andere Möglichkeiten wie NFC oder Apps.

Nicht auf Schweden limitiert

Wie schon bisher erhält der Händler dann sofort sein Geld von Klarna, welches Klarna wiederum später von den Kunden eintreibt. Klarna übernimmt dabei auch das gesamte Zahlungsausfallrisiko. Kunden sollen zudem wählen können, ob sie sofort zahlen wollen oder erst nach 30 Tagen, gegebenenfalls auch in Raten. Bei der Zahlung nach 30 Tagen soll jedoch eine Gebühr fällig werden. Um das Ausfallrisiko gering zu halten, greift Klarna auf über 200 Variablen zurück, um die Bonität des Kunden zu prüfen. Wenn ein Kunde abgelehnt wird, muss dieser seinen Einkauf sofort bezahlen.

Die Kosten für die Händler sollen möglichst gering sein und werden sich nach Unternehmensangaben an den Kosten für Online-Zahlungen anlehnen. Der Start für den stationären Handel soll noch in diesem Monat erfolgen. Als erster stationärer Händler führt ein Stockholmer Beauty und Gesundheits-Store den neuen Service ein. Zeitnah soll der Dienst dann aber auch in allen anderen Ländern, in denen Klarna aktiv ist, ausgerollt werden. „Es ist definitiv nicht auf Schweden limitiert“, erklärt Siemiatkowski.  

 

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