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Outbank: Banking-App stellt strukturierten Insolvenzantrag

Veröffentlicht: 26.09.2017 | Autor: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 26.09.2017

Die Banking-App Outbank, die in der Vergangenheit bereits Investoren wie Frank Thelen und 6Wunderkinder-Gründungsmitglied Christian Reber von sich überzeugen konnte, ist pleite. Das Unternehmen befindet sich nun auf der Suche nach einem rettenden Käufer.

Mann nutzt Banking-App

© WAYHOME studio - Shutterstock.com

Im Juli 2017 kündigte die Banking-App Outbank einen drastischen Strategiewechsel an: Statt auf kostenpflichte Abonnements zur Verwaltung der eigenen Bankkonten zu setzen, wollte sich das Unternehmen stattdessen eher als Verbrauchermarktplattform etablieren. Den Nutzern ist es seitdem beispielsweise möglich, wiederkehrende Kosten aufzulisten und zu hinterlegen. Für das neue Konzept konnten zum Start der Versicherungsmanager Clark und die Vergleichsplattform Verivox gewonnen werden.

Doch wie t3n berichtet, konnte auch die Neuausrichtung nicht wirklich fruchten, denn Outbank hat offiziell bekannt gegeben, pleite zu sein. „Trotz stetiger Updates und erster Schritte in Richtung Monetarisierung mussten wir gestern schweren Herzens einen Insolvenzantrag stellen“, meint Outbank-Geschäftsführerin Anya Schmidt auf der Firmenseite. Die App soll jedoch weiterhin ohne jegliche Abstriche nutzbar sein. Auch Updates sollen nach und nach folgen.

Frank Thelen hat in Outbank investiert

Doch wie geht es insgesamt nun mit Outbank weiter? Zunächst wird laut dem Unternehmen selbst ein strukturierter Insolvenzantrag gestellt. „Was am Ende dieses Prozesses steht, ist noch nicht abzusehen und kann in verschiedene Richtungen gehen“, heißt es auf der Homepage. Eine Option besteht dabei darin, dass letztendlich ein Käufer für Outbank gefunden wird. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit einer endgültigen Einstellung der App. „In jedem Fall melden wir uns bei dir und informieren dich frühzeitig, wohin die Reise geht und was das für dich bedeutet“, verspricht Outbank.

Die Banking-App blieb auch von Investoren nicht unbeachtet. Im August 2015 bekam Outbank beispielsweise von Frank Thelen und 6Wunderkinder-Gründungsmitglied Christian Reber finanzielle Unterstützung. Beide übernahmen 30 Prozent der App, wobei in diesem Zusammenhang nicht bekannt gegeben wurde, wie viel die beiden Investoren dafür genau zahlten.

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