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Am Flughafen gibt's jetzt Bitcoin-Automaten

Veröffentlicht: 11.07.2018 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 11.07.2018 | Gelesen: 1169 mal

Wer über den Amsterdamer Flughafen Schiphol reist, kann dort ab sofort an entsprechenden Automaten überschüssiges Urlaubsgeld in Bitcoins und Ether umtauschen.

Bitcoin-Automat
© JeremyWord / Shutterstock.com

Wer aus dem Urlaub zurückkommt, macht sich oft nicht die Mühe, Urlaubsgeld wieder zurückzutauschen. Aufwand und anfallende Gebühren lohnen den Ertrag oft nicht. Das ändert sich nun zumindest für Reisende, die über den Flughafen Schiphol in Amsterdam reisen: Dort stehen ab sofort drei Automaten, an denen man überschüssiges Geld in die Kryptowährung Bitcoin oder Ether eintauschen kann. Der Zugang zu den Automaten – einer im Ankunftsbereich und zwei zwischen den Abflughallen des Flughafens, sodass auch Transitreisende die Möglichkeit nutzen können – ist unbeschränkt, es ist also unerheblich, ob man US-Dollar, britische Pfund oder Euro umtauscht.

Hohe Gebühren, wenig Alternativen

Vor allem für deutsche Reisende können die Bitcoin-Automaten von Interesse sein, denn wegen Beschränkungen der BaFin gibt es vergleichbare Möglichkeiten in Deutschland nicht. Hiesige Freunde der Kryptowährung können Bitcoins nur über Online-Händler tauschen oder über Automaten im Ausland nutzen. In Österreich und der Schweiz etwa bekommt man für Bahnfahrkarten auch Bitcoins. Die Handhabung der Automaten am Drehkreuz Schiphol ist anonym und denkbar einfach: Der Automat scannt einen QR-Code mit der Bitcoin-Adresse des eigenen Wallets und die Transaktion wird ausgeführt. Ein Login oder eine Registrierung ist nicht notwendig.

Allerdings muss man laut Heise mit einigen Hürden leben. Die Douro-Automaten des Herstellers Lamassu verfügen nur über einen Banknoteneinzug, Kleingeld lässt sich also nicht eintauschen. Auszahlungen, also der Bitcoin-Verkauf, sind ebenfalls nicht möglich. Darüber hinaus sind Umtauschgebühren enorm. Der Betreiber Byecoin Crypto Services verlangt zehn Prozent des Eurobetrages plus fünf Euro pro Transaktion. Bei einem gültigen Höchstbetrag von 100 Euro sind also 15 Euro Gebühren zu zahlen.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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