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Klarna bringt „Checkout“ nach Deutschland

Veröffentlicht: 10.04.2014 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 10.04.2014 | Gelesen: 4664 mal

Klarna will den Bezahlvorgang einfacher gestalten. Im Online-Handel ist dieser Punkt einer der kritischsten, denn viele Kunden brechen den Einkauf ab, wenn die Bezahlung einen hohen Aufwand erfordert. Mit dem jetzt in Deutschland gestarteten „Klarna Checkout“ soll dieses Problem gelöst werden.

 Klarna Logo

Klarna Checkout soll eine besonders einfache und intuitive Zahlungsmethode sein. Wie der Zahlungsanbieter zum Deutschlandstart von Checkout betont, muss der Kunde zum Abschluss seines Online-Einkaufs lediglich seine E-Mail-Adresse und Postleitzahl eingeben. Weitere Angaben, wie beispielsweise Kreditkartendaten oder Kontodaten, sind nicht nötig, da der Kauf auf Rechnung als Zahlungsmethode voreingestellt ist. Bietet ein Händler in seinem Online-Shop Klarna Checkout an, gelangt der Kunde beim Gang zur Online-Kasse direkt zu Checkout. Wenn der Kunde eine andere Zahlmethode bevorzugt, stehen ihm außerdem die SOFORT Überweisung, MasterCard, Visa und das Lastschriftverfahren zur Auswahl.

Nur beim ersten Einkauf über Klarna Checkout muss der Kunde noch sein Geburtsdatum und die vollständige Rechnungsadresse angeben. Anschließend sind diese Daten zentral bei Klarna hinterlegt, für jeden weiteren Einkauf per Klarna Checkout ist lediglich die Eingabe von E-Mail-Adresse und Postleitzahl notwendig. Das gilt sogar shopübergreifend und soll den Bezahlvorgang so revolutionieren. Für die Händler könnte das eine höhere Verkaufsrate bedeuten. Derzeit liegt der Anteil der Kunden, die ihren Warenkorb zur Kasse bringen und den Kauf abschließen bei nur 33 Prozent. Klarna will diesen Anteil mit Checkout deutlich erhöhen.

Mit dem Klarna Checkout will das Payment-Unternehmen für Kunden vor allem eines vermieden: die Eingabe sensibler Daten. Indem die Verbraucher lediglich zwei Angaben machen müssen, soll der Bezahlvorgang nicht nur angenehmer, sondern auch schneller werden. Für Händler könnte diese Vorgehensweise eine höhere Konversion-Rate bedeuten – das zumindest verspricht Klarna selbst. Zudem übernimmt der Zahlungsanbieter das vollständige Zahlungsausfall- und Betrugsrisiko.

Kommentare  

#1 Sigrid B. aus K. 2014-04-11 16:46
Leider ist es für den Händler vollkommen undurchsichtig, wie viel an Gebühren er für diesen Service bezahlen "darf". Die meisten Kunden sind in der Regel doch noch ehrlich und bezahlen. Für die, die nicht bezahlen, steht Klarna - laut deren Aussage - gerade. Die Frage ist aber, wenn gleich mehrere Kunden hintereinander nicht bezahlen, wie es dann aussieht. Werden die Gebühren dann immer höher? Vor allem ist es mir - selbst in mehreren Telefonaten - nicht gelungen, die effektiven Kosten in Erfahrung zu bringen. Das was man mir sagen konnte, war allerdings eine immense Summe, die da anfällt. Es ist jedenfalls um einiges teurer als z.B. Paypal, bei dem die Kunden auch keine sensiblen Daten angeben müssen und abgesichert sind.
Ausserdem "darf" der Händler jeweils mindestens 2 Wochen auf sein Geld warten. Bei Kleinkram mag das ja gehen, aber bei teurer Ware ist das für eine kleine Firma manchmal nicht zu stemmen.
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