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Investment-Studie

Deutsche E-Commerce-StartUps erhielten 2018 mehr Geld

Veröffentlicht: 11.01.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 11.01.2019
Pflänzchen mit Geld

Die Beratungsgesellschaft Ernst&Young zeigt in einer Studie, dass die Investitionen in deutsche StartUps in 2018 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind, so die Wirtschaftswoche. Insgesamt flossen offiziell rund 4,6 Milliarden Euro in frische Firmen, sieben Prozentpunkte mehr als noch 2017. Dabei sind das nur die Zahlen, die von den Unternehmen veröffentlicht wurden – oft bleiben exakte Summen geheim. Das Geld stammt dabei von Investoren, Börsengängen oder durch Gewinne aus Kryptowährungen, heißt es. Auch die Zahl der Finanzierungsrunden stieg an: Insgesamt gab es offiziell 615, 21 Prozent mehr als im Vorjahr.  

StartUps aus dem E-Commerce profitieren am meisten

Das meiste Investoren-Geld erhielten StartUps aus dem Bereich E-Commerce. Insgesamt konnten E-Commerce-Firmen rund 1,6 Milliarden Euro einsammeln – in dem Fall aber insgesamt weniger Geld als im Vorjahr. Auf den Plätzen folgen die Branchen Software und Fintech. Im Bereich Software gab es auch insgesamt die meisten Finanzierungsrunden.
Im vergangenen Jahr profitierte vor allem das Berliner StartUp Auto1 von dem Trend: Das Unternehmen, das die Gebrauchtwagen-Plattform wirkaufendeinauto.de verantwortet, sammelte allein 460 Millionen Euro ein. Dahinter folgen die Otto-Tochter AboutYou und Home24, das 2018 an die Börse ging.

Im Bereich E-Commerce erhielten diese Branchen die meisten Investorengelder:

  1. Automotive
  2. Fashion 
  3. Furniture 
  4. Food
  5. Technology 
  6. other
  7. Watches
  8. Services
  9. General
  10. Machines
  11.  

Im Bereich Software floss das meiste Geld in die Segmente Software-as-a-Service und Blockchain, in der Fintech-Sparte war es Banking und Insurance.

Regional gesehen ging das meiste Geld nach wie vor in StartUps aus Berlin. Laut der Studie holen in Sachen Investments aber vor allem junge Unternehmen aus Bayern und NRW auf. Erst im November hatten Wirtschaftsminister Altmeier und Wirtschaftsverbände einen 10-Punkte-Plan gefasst, der mehr Firmengründungen forcieren soll. 

Zum Vergleich: In den USA haben die Investitionen in StartUps 2018 im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozentpunkte abgenommen, berichtet Techcrunch. Der Trend im Silicon-Valley-Mutterland zeigt bereits seit vier Jahren nach unten. 

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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