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„Höhle der Löwen“-StartUp

Food-StartUp Fittaste ist insolvent

Veröffentlicht: 17.05.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 17.05.2019
Sportlerin mit gesundem Essen

In der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ konnte Fittaste den Investor Frank Thelen von sich überzeugen: Thelen investierte in der 2017 ausgestrahlten Sendung 300.000 Euro in das Food-StartUp und erhielt dafür eine Beteiligung von 25 Prozent. Doch nun musste Fittaste einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen, wie Gründerszene berichtet.

Wie Gründer Konstantin Ladwein erklärt habe, sei ein zu schnelles Wachstum für die finanziellen Probleme verantwortlich. Fittaste habe „den daraus resultierenden Anforderungen“ nicht mehr gerecht werden können, werde der Gründer in einer Mitteilung des Insolvenzverwalters Thomas Schmidt zitiert, heißt es bei Gründerszene. Den Geschäftsbetrieb werde Fittaste trotz Insolvenzantrag weiterführen.

Die Fittaste GmbH soll saniert werden

Investitionen in das StartUp hätten „nicht in jedem Fall zum erwünschten Erfolg“ geführt und seien „nicht mehr durch das laufende Tagesgeschäft zu revidieren“. Ziel der Insolvenz sei es nun, die Fittaste GmbH zu sanieren und zukunftsfähig zu machen.

Für Frank Thelen dürfte die Insolvenz von Fittaste alles andere als angenehm sein: Der Investor hatte seine Anteile im vergangenen Jahr auf 33 Prozent erhöht. Thelen nimmt den Insolvenzantrag aber offenbar professionell auf: „Als Venture-Capital-Investor müssen wir damit rechnen, dass einige unserer Portfolio-Unternehmen nicht das eingesetzte Kapital zurückspielen“, wird der Investor von Gründerszene zitiert. Es gehöre zum Geschäft, dass sich StartUps nicht wie erhofft entwickeln.

Gute Entwicklung nach Thelen Investment

Fittaste hat sich auf den Vertrieb von Fertiggerichten spezialisiert, die sportlichen Personen beim Muskelaufbau oder auch beim Abnehmen helfen sollen. Das 2014 gegründete Unternehmen konnte im Jahr 2016 einen Umsatz von einer Million Euro erreichen und wollte im Jahr 2017 1,8 Millionen Euro einnehmen. Nach dem Einstieg von Frank Thelen habe sich das Geschäft den Gründern zufolge positiv entwickelt. Genauere, aktuelle Zahlen zum Umsatz sind aber nicht bekannt.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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Kommentare  

#1 Mathias S. 2019-05-17 19:50
Ist ja nix schlimmes, das ist eben das Venture Capital Geschäft das Frank Thelen betreibt. Ich las mal ein Interview mit einer Venture Capital Managerin aus den USA die sagte Sie kalkulieren das 9 von 10 Verlust sind und der eine der durch die Decke geht muß so gut sein das er die 9 ausgleicht plus Gewinn bringt.
Wenn das anders wäre könnte ja jede Oma den Sparstrumpf in Startups stecken.
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